07.04.2017, 07:54 Uhr

Die hemmungslose Sensationsneugier am Leid der Mitmenschen

Foto: Google
Tagtäglich passieren Verkehrsunfälle, Katastrophen, Unglücke und Unvorhergesehenes geschieht im Leben eines Menschen.
Ist die Rettungskette mal informiert, geht alles sehr schnell, und leider auch die Sensationsneugierde der Mitmenschen wächst im Sekundentakt. Es werden sofort die Handys ausgepackt und es wird gefilmt und fotografiert was das Zeug hält.
Die Einsatzkräfte müssen nicht selten mit Gewalt die Passanten bei Seite drängen, weil für die Sensationshungrigen das Leid des anderen so im Mittelpunkt steht. Mittlerweile reicht es nicht die Verletzten mit Decken usw. abzuschirmen, nein, es muss direkt eine Absperrung organisiert sein weil ansonsten noch gefilmt wird, wie die Sanitäter und Ärzte um das Leben eines Menschen kämpfen, und diesen Kampf vielleicht noch verlieren.....

Wir haben das Glück in einem Land leben zu dürfen, in dem die Rettungskette täglich 24 Stunden auf Abruf bereitsteht und einem sofort geholfen wird wenn man in Not ist.

Aber die ganze Neugierde, das "Sensationelle“ als erster zu erfahren, und sofort in irgendeiner Form festzuhalten – muss das wirklich sein...?
Muss es sein, dass durch solch ein Verhalten die Einsatzkräfte an ihrer oft übermenschlichen Arbeit gehindert werden?
Ist es so „wichtig“ zu sehen wie ein Mensch um sein (Über-) Leben kämpft?

Wo ist nur das Mitgefühl, der Respekt und die Menschlichkeit hingegangen?
Ich hoffe, dass all das irgendwann wieder zurückkommt und die Menschheit sich mal wieder besinnt und umdenkt....
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Kaller Walter aus Innsbruck | 07.04.2017 | 09:04   Melden
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Barbara Klotz aus Imst | 07.04.2017 | 09:28   Melden
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