24.03.2017, 19:46 Uhr

Dietlinde Bonnlander lud zur Ausstellung u. Lesung nach Imst: Heimat verlieren - Heimat finden - Kinder im Krieg

Hannes Pircher, Annette Goldmann, Dietlinde Bonnlander, Johannes Nagele

Unermüdliches Engagement der Künstlerin für syrische Flüchtlingskinder!

IMST(alra). Dietlinde Bonnlander stellt sich mit ihrer Kunst auch im Alter von
86 Jahren noch immer unermüdlich in den Dienst der Nächstenliebe.
"Helft helfen - helft mir helfen!" - so der Appell der in Imst lebenden
Malerin und Autorin. Seit Jahren organisiert die Künstlerin karitative Aktionen mit ihren Bildern und stellt die Erlöse für Kinder im Krieg oder diverse soziale Einrichtungen und Hilfsorganisationen zur Verfügung.
Unter diesem Aspekt stand auch der Vernissageabend mit Buchpräsentation am 23. März im Pflegezentrum Imst Gurgltal/Cafe Rosengartl.

Die Veranstaltung, die zugunsten von Flüchtlingen aus Syrien stattfand, entsprach Bonnlanders langjährigem Engagement für Menschen, die
unter den Wirren des Krieges leiden. Angekündigt waren Bilder und Texte zum Thema "Heimat verlieren - Heimat finden", "Kinder im Krieg" und geboten wurde dies im Rahmen einer gemeinsamen Lesung von Dietlinde Bonnlander und Hannes Pircher.

Eine feinsinnige Auswahl an Liedern mit thematischem Bezug lieferten Annette
Goldmann am Gesang und Johannes Nagele am Klavier. Aufmerksames Zuhören forderten die nachdenklichen Beiträge, etwa "Sind so kleine Hände"
von Bettina Wegner, "Frieden" von Reinhard Fendrich oder "Das Leben bist Du" von Udo Jürgens.
Die Lesung bezog sich auf das Buch "Der Wächter", das druckfrisch präsentiert wurde und das Dietlinde Bonnlander dem Imster Autor Gerhard Jäger widmete, der ihr ein bedeutender Freund, Helfer und Unterstützer ist. Eine Mischung aus Gedichten, Texten und Bildern Dietlinde Bonnlanders, die in den letzten Monaten kraftvoll und in intensiver Farbgebung sowohl aus Wort, als auch Bild geschöpft hat. Besonders eindrucksvoll zu sehen in der großformatigen Auftragsarbeit "Der Wächter" für das Cafe Rosengartl im Pflegezentrum.

Die Aufarbeitung eigener traumatischer Erlebnisse als lebensbegleitender
Faden, der Bonnlanders Kunst in all ihren Ausdrucksformen durchdringt, ist
unübersehbar und unüberhörbar. 1931 in Hinterpommern geboren, waren es Flucht und Vertreibung 1945, die tiefe Spuren in dem jungen Mädchen hinterließen. Spuren; die sich ihren Weg nach außen suchten, viel Dunkelheit durchbrachen und einen geglückten und durchaus positiven Weg der Sprache in unzähligen Bildern fanden.
In den Texten klingt die sanfte Wehmut um eine verlorene Kindheit und Heimat mit, in melancholischen Stimmungsbildern treffen Sehnsucht und Hoffnung aufeinander...Zitat aus dem Gedicht "Unsere Lieder"..."Sehnsucht nach den Melodien gemeinsamer Tage? Lebenslang."

Zahlreiche Gäste folgten der Einladung zur Ausstellung und der Abend klang bei kulinarischen Leckerbissen und Musik von "Unisono", Johannes Nagele, Klavier und Walter Posch, Gitarre und Gesang, unterhaltsam aus. Die Bilder im Pflegezentrum Gurgltal und Cafe Rosengartl in Imst sind bis nach Ostern zu sehen - alle Spenden und 25 % der Verkaufserlöse gehen an Flüchtlingskinder in und aus Syrien. Das Buch ist vorläufig über Dietlinde Bonnlander erhältlich.

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