17.10.2014, 09:46 Uhr

Drei Frauen leiten ÖBRD-Ortsstelle Rietz

Erstmals in der Geschichte der Tiroler Bergrettung wird eine ÖBRD-Ortsstelle nun von drei Frauen geführt. Die 27-jährige Tiroler Bergretterin und Lehrerin Claudia Waldhart ist ab sofort die neue ÖBRD-Ortsstellenleiterin in Rietz und Umgebung. Waldharts neu gewählte Stellvertreterin ist die 36-jährige Marketing-Fachfrau, Bergretterin und Suchhunde-Führerin Simone Amplatz. Nach dieser Wahl ist Waldhart auch die jüngste Führungskraft aller Zeiten auf dieser ÖBRD-Ebene in Tirol. Weiters neu und dritte Frau im Führungsteam von Rietz ist die Bergretterin Gabriela Schweigl, die dort nun als Kassierin arbeitet. Claudia Waldhart ist insgesamt in Tirol die zweite Frau (nach der Psychologin Anna Pirchner in Steinach am Brenner), die als ÖBRD-Ortsstellenleiterin fungiert. Dazu kommt nun mit einem Schlag die Dritte als Vize: Waldharts künftige Stellvertreterin Simone Amplatz engagiert sich neben ihrer allgemeinen Tätigkeit
als Bergretterin auch als ÖBRD-Suchhundeführerin. Ihr Rüde heißt „Diego“. Er ist für die Suche nach Lawinenopfern und Vermissten ausgebildet.

Kurz-Biografien der neuen Leiterinnen



Claudia Waldhart. Geboren 27. März 1987. Wohnhaft in Rietz. Ausbildung: Volksschule. Hauptschule Stams. Matura an der Handelsakademie Telfs. Pädagogische Hochschule in Stams.
Lehramt für Hauptschulen in Englisch, Bewegung und Sport sowie Informatik. Nach einem Auslandsjahr in Großbritannien seit fünf Jahren im Schuldienst tätig, an der Neuen Mittelschule in Gries am Brenner.
Von den Eltern alpinistisch geprägt, sehr sportlich, große Freude an der Bewegung in der Natur. Seit Herbst 2010 bei der Bergrettung in Rietz und Umgebung.

Simone Amplatz. Geboren 21. August 1978 in Innsbruck. Wohnhaft in Mötz seit Anfang 2003. Volks- und Hauptschule Völs. Tätigkeiten für eine Baufirma. Abendmatura.
Nach der Lehre neuer Job als Chefsekretärin. 2010 Jobwechsel wegen neuem Ehrenamt als Suchhundeführerin der Bergrettung. Marketing-Tätigkeit in Telfs im Pressebereich.
Seit Kindheit sehr viel in den Bergen unterwegs. Ehrenamtliche Tätigkeiten auch beim Roten Kreuz. Den Weg zur Bergrettung und zu deren Hundestaffel beschreibt sie als weiten und harten Weg des Trainings.
2009 bekam sie ihren ÖBRD-Suchhund „Diego“.
So sieht Tirols ÖBRD-Landesleiter Kurt Nairz die Frauen in der Bergrettung: "Ich bin in früheren Jahren von den Leistungen der Frauen bei unseren Ausbildungskursen und auch bei harten Einsätzen zuerst überrascht gewesen. Längst bin ich schwer beeindruckt und überzeugt, dass sie Männern in keiner Weise nachstehen. Frauen leisten im teils sehr harten Rettungswesen in den Bergen gleich viel."
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