20.10.2017, 11:36 Uhr

Eine Haube mehr von Gault&Millau für Ötztaler Stube in Sölden

SÖLDEN/SAUTENS (ps). Ein ausgezeichnetes Zeugnis bekamen Österreichs Gastronomieküchen und heuer erstmals auch Hütten von den gestrengen Testern des Gourmetführers Gault&Millau serviert. Auch eine Vielzahl von Tiroler Küchenchefs sahnte dickes Lob in Form von Gault&Millau Punkten ab. Punktesieger mit 19 von 20 möglichen Gesamtpunkten wurde das Restaurant Simon Taxacher in Kirchberg. Im Bezirk Imst erkochte sich die "Ötztaler Stube" in Sölden mit 15 erreichten Punkten eine zweite Haube. Das erstmals getestete Restaurant "Dorfstüberl" in Sautens erlangte gaumenfreudige 13 Punkte und damit eine Haube, genauso wie das "Edelweiß" in Obergurgl.

Hütten im Check
Erstmals wurden in Tirol Hütten auf ihre Speisenqualität getestet und geschmacklich auf die Probe gestellt. Ganze 72 haben es in den beliebten Guide geschafft. "Wir werden das Projekt sicher auf weitere Bundesländer ausweiten", zeigt sich Herausgeberin Martina Hohenlohe über die neu aufgegriffene Idee begeistert. Dabei geht es vorerst nicht darum über die Hüttenwirte zu richten oder zu schimpfen, es soll vielmehr für Gäste ein Wanderguide mit kulinarischen Empfehlungen sein.

Trends und kulinarische Fettnäpfchen
Die Watchlist der kulinarischen Todsünden führt das Beef Tartar an. Martina und Ehemann Karl Hohenlohe verabscheuen diese längst überholte und langweilig gewordene Art bestes Rindfleisch zu servieren : "Beef Tartar zeugt von Phantasielosigkeit des Küchenchefs, dafür gehört er abgemahnt", so die beiden Herausgeber des 1969 erstmals erschienen und von vielen Köchen gefürchteten Trendguids. "Was uns allerdings freut, ist die atmosphärische Entspannung der Haubengastronomie. Ähnlich der Bistronomie-Szene in Paris öffnen auch bei uns immer häufiger Restaurants mit anspruchsvoller Küche und spannenden Weinen in legerem Rahmen." Also eine Entwicklung vom elitären Gourmettempel zum niederschwelligen, für jedermann erlebbaren Besuch eines Gourmetrestaurants um die Ecke. Auch die Speisen und deren Kompositionen gestalten sich zunehmend spannend und sofern man nicht übertreibt ist diese Entwicklung auch herzlich willkommen.
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