21.04.2017, 13:43 Uhr

Etappensieg der Apfelbauern gegen den Wettergott?

OBERLAND (pc, ps). In Haiming hat man die Frostnächte der vergangenen Woche nicht unbeschadet überstanden. Ein Großteil der Anbauflächen ist zwar durch eine sogenannte Frostberegnung geschützt, das verhinderte aber nicht, dass auf den Oberländer Anbauflächen mit Ernteausfällen zu rechnen ist. Obstbauern-Obmann Rudolf Wammes erklärt: "Wir beregnen die Blüten bei Frost, sodass sich eine Eisschicht bildet. Dies alleine wäre aber zu wenig. Während der Frostperiode muss dauernd beregnet werden, damit man nicht in den Minusbereich sinkt. Die Blüten werden geschützt und in der Regel können wir damit die größten Schäden verhindern." Das gelingt aber nicht immer, wie die Ernteausfälle von rund 50 Prozent im vergangenen Jahr zeigten. Auch heuer ist mit Ausfällen zu rechnen, zudem sind weitere Schneefälle und Frostnächte prognostiziert. Groß ist auch der Schaden in Mair’s Beerengarten in Rietz.

Ein Totalausfall
Martin Mair erklärt: "Bereits zwei Nächte vorher sind bis zu 90 Prozent der Marillen erfroren, der Rest ist eine Nacht später zugrunde gegangen." Mair hat 2.500 Marillenbäume auf 2,5 Hektar. Bei der Zwetschke sind es bis zu 70 Prozent an Ausfall, bei den restlichen Kulturen schaut es etwas besser aus. Die Maßnahmen – Heizkanonen, Stroh anzünden und Sträucher mit Flies abdecken – haben nicht den gewünschten Erfolg gebracht. „Die Maßnahmen kosten uns pro Nacht zwischen 2.000 bis 3.000 Euro,“ so Mair.
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