29.09.2017, 10:43 Uhr

Fünf regionale und gemeinnützige Initiativen bekommen Förderpreis

Sparkasse Vorstandsvorsitzender Meinhard Reich, AR-Vorsitzender Dr. Klaus Gstrein, Sandra Friedl (GF Sozial- und Gesundheitssprengel Vorderes Ötztal), Ing. Franz Thurner (Vorsitzender des Regionalförderbeirates), Vorstandsvorsitzender der Privatstiftung Franz Raich, Prim. Univ.-Prof. Dr. Ewald Wöll (KH Zams), Ing. Hansjörg Falkner (Bürgermeister von Oetz), Dipl. KH-Bw. Bernhard Guggenbichler (KH Zams), Sparkasse Vorstand Martin Haßlwanter, Christine Dellemann (Sorgenetzwerk Landeck), Manuela Thaler.
Die Sparkasse Imst Privatstiftung prämierte im Rahmen des Förderpreises 2017 fünf innovative Ideen aus den Bezirken Imst und Landeck. Die vielfältigen Themen reichen dabei von der Seniorenbegleitung über eine Konzertreihe für Krebspatienten bis hin zum kulturfördernden Schulprojekt.
Viele für die Gesellschaft wertvolle Aktionen können ohne private Hilfe nicht durchgeführt werden. Dem Gründungsgedanken folgend schrieb die Sparkasse Imst Privatstiftung im Jahr 2016 erstmals den Förderpreis aus. 2017 wurde dieser erneut ausgelobt. „20 Ansuchen von Projektwerbern gingen heuer bei uns ein. Das zeigt deutlich, dass es in unserer Region viele engagierte Menschen gibt und sich unsere Idee bereits im zweiten Jahr zu einem gefragten Instrument entwickelt hat. Der Regionalförderbeirat prüfte die eingereichten Unterlagen sorgfältig. Die diesjährigen fünf Preisträger erhalten zusammen 26.000 Euro“, berichtet Franz Raich, Vorstand der Sparkasse Imst Privatstiftung.
Die Preisträger 2017:


Klassische Musik für Patienten

Das Krankenhaus Zams machte sich mit seinem Projekt „Geschenkte Musik“ (Donatori di Musica) – Konzerte im Krankenhaus für krebskranke Menschen und deren Angehörige –verdient. Die Zahl der Menschen mit Krebserkrankung steigt kontinuierlich. Speziell auf diese Gruppe abgestimmte Angebote sind daher von hoher Bedeutung. Die Donatori di Musica machen Musik für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine, oder nur noch beschränkt Konzerte besuchen können. Im September 2016 feierte diese Idee im Krankenhaus Zams ihre Österreich-Premiere. Mittlerweile fanden in Zams bereits sechs Konzerte statt. Hochkarätige Musiker verwandeln den Ort, an dem die Patienten tagsüber ihre Chemotherapie erhalten, am Abend in einen kleinen Konzertsaal. Der Besuch der Aufführungen ist kostenlos und den Patientinnen und Patienten der onkologischen Abteilung, ihren Angehörigen und dem Personal der Abteilung vorbehalten.

Betreuung von Senioren

Der Sozial- und Gesundheitssprengel Vorderes Ötztal betreut rund 120 Personen in den drei Gemeinden Sautens, Oetz und Umhausen. Im 2. Stockwerk des Gemeindeamtes Sautens entsteht derzeit ein neues Gesundheitszentrum. Dort ist auch ein Angebot zur Betreuung unter Tags geplant. Bei den Seniorennachmittagen bekommen ältere Mitbürger, die für eine dauerhafte Aufnahme im Pflegeheim noch zu rüstig sind, sozialen Anschluss. Weiters besteht die Möglichkeit von Pflegebehandlungen.


Schule im Museum

Der Museumsverein Imst überzeugte mit seiner Einreichung der Aktion „Jugend im Museum“. Ziel ist es, Imster Schülerinnen und Schülern das Museum als Ort lebendiger Lern- und Informationsquelle zu vermitteln. Das Projekt existiert bereits seit zwei Jahren. So besuchte die NMS Imst Oberstadt 2015 das Archäologische Museum in Fließ. 2016 ging es in das mehrfach ausgezeichnete Museum Jenbach. Die Finanzierung erfolgte bislang ausschließlich aus Mitteln des Museumsvereins.

Verbindung zu entlegenen Weilern

Der Sozialausschuss der Gemeinde Oetz setzt das Projekt „Mitfahrerbank“ um. Die Initiative richtet sich insbesondere an Gemeindebürger, welche in einem der zahlreichen Weiler einige Kilometer vom Ortszentrum entfernt leben. Per Mitfahrgelegenheit sollen diese ins Dorf und wieder zurück gelangen. Viele Einwohner fahren täglich alleine in ihren Autos. Es kostet kaum Zeit und kein Geld jemanden mitzunehmen. Eine auffällige Sitzgelegenheit wird an zehn zentralen Standorten platziert, wo die Straßen zu den Weilern abzweigen wie z. B. nach Piburg, Habichen, Oetzerau, Oetzermühl oder Ebene.
Vernetzung von bestehenden Einrichtungen
Das SORGEnetzwerk Landeck ist ein nicht gewinnorientierter Verein mit dem Ziel das SORGEnetzwerk und die Sorgekultur in Landeck und Umgebung zu stärken. Der Verein agiert dabei ergänzend, unterstützend und vermittelnd für bestehende Einrichtungen. Institutionen können sich dadurch stärker vernetzen und ihre Angebote effizienter einsetzen. In der Bevölkerung soll das Pilotprojekt Bewusstsein für die Möglichkeiten der Selbsthilfe schaffen.

Förderpreis auch 2018

Über die Vergabe der Fördergelder entscheidet der Regionalförderbeirat der Sparkasse Imst Privatstiftung und im Einzelfall auch Fach-Experten. „Die Erfüllung der Einreichrichtlinien sowie die Qualität und die Wertigkeit der Unterlagen sind entscheidende Bewertungskriterien“, so Franz Raich. Ing. Franz Thurner, Vorsitzender des Regionalförderbeirates der Sparkasse Imst Privatstiftung ergänzt: „Die Rückmeldungen zeigen deutlich, dass ein Förderpreis wie unserer im Tiroler Oberland bisher gefehlt hat. Für 2018 rufen wir den Förderpreis erneut aus. Schon jetzt laden wir alle Interessierten ein, sich zu beteiligen.“ Das entsprechende Antragsformular sowie Informationen zu den erforderlichen Einreichkriterien finden sich unter www.sparkasse.at/imst/stiftung.

Die Preisträger 2017 im Überblick:

Krankenhaus St. Vinzenz Betriebs GmbH
Geschenkte Musik (Donatori di Musica): 9.000,- Euro 

Museumsverein Imst
Jugend im Museum: 4.000,- Euro

Sozial- und Gesundheitssprengel Vorderes Ötztal
Seniorenbegleitung: 5.000,- Euro

SORGEnetzwerk Landeck
Projekt SORGEnetzwerk Landeck: 3.000,- Euro

Sozialausschuss der Gemeinde Oetz
Mitfahrerbank: 5.000,- Euro
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