08.03.2017, 13:08 Uhr

Größter geschnitzter Adler will hoch hinaus, bis ins Guiness Buch der Rekorde

JERZENS (ps). Der Hobbyschnitzer Klaus Schrott aus Jerzens kommt vielleicht bald ins Guiness Buch der Rekorde mit dem mittlerweile über die Grenzen hinaus berühmten König der Lüfte, den er vor fünf Jahren geschnitzt hat. Der Adler aus Zirmholz hat eine Flügelspannweite von über drei Metern und ist somit der bisher größte geschnitzte Adler weltweit. Das beliebte Fotomotiv thront hoch über Jerzens und hat in letzter Zeit hölzerne Nachbarn bekommen. Mit einem lebensgroßen Steinbock und ebenso beeindruckendem Gamsbock avanciert der naturgegebene Hang zur Kunstgalerie.


Schaut man in die hauseigene Schnitzerwerksstätte des Künstlers, geht jedem Holzliebhaber das Herz auf. Geschnitzte Edelweiß reihen sich neben Dekoherzen und Kukucksuhren. Besonders ins Augen sticht aber eine mitten im Raum stehende Motorsäge, eine Stihl maßstabsgetreu nachgeschnitzt und ein in Arbeit befindlicher Auerhahn, auch lebensgroß. Wer jetzt denkt, da war ein lang geschulter alter Meister am Werk, der irrt. Klaus Schrott hat erst spät seine Leidenschaft zum Schnitzen entdeckt. Wenige Jahre ist es her, daß er kleine Versuche gemacht hat, einem Stück Holz Leben einzuhauchen. "Es hat mir von Anfang an viel Spaß gemacht", erzählt der Naturliebhaber, "aber mir haben grundlegende Kenntnisse gefehlt. Deshalb habe ich den ersten von mittlerweile fünf längeren Schnitzkursen in Elbigenalp absolviert." Das sei wichtig für die Technik und man erlange den notwendigen Feinschliff. Seit damals ist er immer noch in engen Kontakt mit seinem Schnitzlehrer Silvio Wolf aus Holzgau, der in Klaus ein wahres Naturtalent sieht.


Während der Sommermonate hat der Vierzigjährige keine Zeit zum Veredeln der Zirmhölzer, da gilt es die am Fuße des Hochzeigers gelegene Kalbenalm mitsamt der rund hundert Tiere zu betreuen. Rund um die Alm ist seine Leidenschaft aber deutlich sichtbar, zieren doch unzählige Kunstwerke die beschauliche Terasse. Im Winter zieht es Klaus Schrott aber stundenlang in die duftende, warme Werkstatt. Unlängst fabrizierte er eine Gitarre für ein Theaterstück wo er mitspielt. Frei nach dem Motto: "Wieso kaufen, die mach ich mir einfach selber." Das Multitalent steht in der Osterzeit mehrfach auf den Brettern, die für ihn eine weitere Facette seines Lebens bedeuten. Schön zu sehen, wenn nur an Spaß an der Freude und nicht aus Profitgedanken so viele wunderbare Dinge entstehen.
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