19.10.2014, 09:18 Uhr

Millionen für zentrale Kraftwerksleitstelle

Feierliche Inbetriebnahme der neuen Kraftwerksleitstelle Silz

Die Kraftwerksleitstelle am Standort Silz ist der Knotenpunkt der TIWAG für ganz Tirol. Alle wesentlichen TIWAG-Kraftwerke werden von dort aus ferngesteuert und online überwacht. Um die Leitstelle den gestiegenen Anforderungen anzupassen und an den Stand der Technik heranzuführen, entschloss sich die TIWAG zu einem Neubau nach modernsten Standards. Baubeginn war im Sommer 2012, im Frühjahr 2014 wurde der Probebetrieb aufgenommen werden. Das Investitionsvolumen beträgt rund 12 Millionen Euro. Vergangenen Freitag feierte LH Günther Platter gemeinsam mit den TIWAG-Vorstandsmitgliedern Dr. Bruno Wallnöfer und Dr. Erich Entstrasser sowie den Bürgermeistern Hermann Föger aus Silz und Franz Gallop aus Stams, sowie zahlreichen Festgästen die Einweihung der neuen Kraftwerksleitstelle am Kraftwerksgelände Silz.

Versorgungssicherheit

Die Steuerung und Online-Überwachung aller wesentlichen TIWAG-Kraftwerke durch die neue zentrale Kraftwerks-Steuerungsanlage in Silz stelle einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Tirol dar. Dies erklärte Landeshauptmann Günther Platter in seiner Eröffnungsrede. Platter: „Inzwischen hat sich die Gemeinde Silz zu einem bedeutenden Standort für die Tiroler Stromwirtschaft entwickelt. Einmal durch die Kraftwerksanlagen im Kühtai und das große Krafthaus in Silz, dann durch das moderne Info-Zentrum und jetzt durch den Neubau für eine moderne, leistungsfähige Kraftwerks-Betriebsführung.“

Modernste Technik

„Mit dem Neubau der Leitstelle Silz und der Installation modernster Technik ermöglichen wir es den MitarbeiterInnen, die immer komplexeren Aufgabenstellungen unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards effizient und zuverlässig bewältigen zu können. Gleichzeitig haben wir mit dem Neubau wertvolle Investitionen in Höhe von rund 10 Millionen Euro direkt in die heimische Wirtschaft getätigt, denn 90 Prozent der Aufträge gingen an ausführende Tiroler Firmen“, betonte TIWAG-Vorstandsvorsitzender Dr. Bruno Wallnöfer. „Von dieser Zentrale aus werden künftig alle wesentlichen TIWAG-Kraftwerke durch unser Fachpersonal mit am letzten Stand befindlicher Technik gesteuert und überwacht. Damit erhöht die TIWAG die für die Bevölkerung und Wirtschaft Tirols essentielle Sicherheit der Stromversorgung noch weiter“, betonte Vorstandsdirektor Dr. Erich Entstrasser.

Strenge Sicherheitsauflagen

Das Aufgabengebiet der Leitstelle hat sich inzwischen in den Bereichen Stromerzeugung und Stromhandel erheblich erweitert, während gleichzeitig die Sicherheitsstandards deutlich gestiegen sind. Um möglichen Störungen der IT- und Prozessleitsysteme vorzubeugen, wurde ein Neubau der Leitstelle nach modernsten Standards beschlossen und umgesetzt. Der Auftrag zum Gesamtprojekt wurde Anfang 2011 im Rahmen eines EU-weiten Architektenwettbewerbs ausgeschrieben. Nach der Beurteilung von mehr als 70 eingereichten Projekten wurde letztlich der Entwurf des Architekturbüros Bechter & Zaffignani aus Bregenz als Siegerprojekt ausgewählt.
„Dank des tollen Einsatzes der Projektteam-MitarbeiterInnen, der Planungsbüros, sowie der ausführenden Firmen konnte das Vorhaben unfallfrei sowie termingerecht umgesetzt werden“, so TIWAG-Projektleiter Harald Oleschko. Das Mehrzweckgebäude dient nun als zentrale Kraftwerksleitstelle, Bürogebäude für die MitarbeiterInnen, Rechenzentrum für die IT-Systeme und als Infrastruktur für die Einsatzorganisation in Not- und Krisenfällen. Der Neubau der Leitstelle wurde als massiver, eigenständiger Solitärbau konzipiert.
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