15.12.2017, 10:13 Uhr

Ötzi-Dorf und Alpenzoo - Zehn Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit

(Foto: Ploder)

Die Übergabe der Leitung des Alpenzoos in Innsbruck von Dr. Michael Martys an den Diplom- Biologen André Stadler veranlasst auch die Führung des Ötzi-Dorfes in Umhausen im Ötztal zu einer erfolgreichen Zwischenbilanz.

UMHAUSEN. Um das Leben in einem Dorf der Jungsteinzeit so authentisch wie möglich darzustellen, werden im archäologischen Freilichtpark auch die genetisch ähnlichsten Arten der aus Funden bekannten damaligen Nutzpflanzen und -tiere präsentiert. Dazu zählen unter anderem die Urrinder aber auch Wildpferde, wie die bereits ausgestorben geglaubten Przwalski- Pferde. Der europäische Zooverband (EAZA) gestattet jedoch nur akkreditierten Tiergärten, wie dem Innsbrucker Alpenzoo, diese seltenen Wildpferde zu halten und zu züchten. „In Innsbruck wäre dies wegen Platzmangels nicht möglich gewesen, dagegen bestehen im Ötzi-Dorf perfekte Voraussetzungen, um die Pferde, für die wir die Verantwortung tragen, unterzubringen“, resümiert der scheidende Direktor des Alpenzoos, „wir freuen uns über die seit zehn Jahren erfolgreiche Kooperation mit dem Ötzi-Dorf, die Pferde fühlen sich hier sichtlich wohl“.

Die Stute Roxane lebt seit 2007, der Hengst Hyronimus seit 2010 im Gehege am Fuß des Stuibenfalls. Ihre Verbindung wurde im August 2013 durch die erste Geburt eines Przwalksi- Fohlens in Tirol gekrönt. „Ich erinnere mich gerne an dieses Ereignis zurück“, betont Dr. Michael Martys. Im Rahmen des Erhaltungsprogramms dieser stark gefährdeten Tierart (EEP) wird der zwischenzeitlich vierjährige Hektor das Ötztal allerdings in naher Zukunft verlassen und in einer fremden Herde für Nachwuchs sorgen. Im Ötzi-Dorf hofft man ebenfalls auf die Geburt eines weiteren Przwalski-Fohlens.

„Wir bedanken uns ganz herzlich bei Dr. Michael Martys für sein Vertrauen und die ausgezeichnete Zusammenarbeit“, betont GF Leonhard Falkner, „für unzählige lehrreiche und amüsante Stunden, seine häufigen Besuche und die persönliche Verbundenheit mit dem Ötzi-Dorf, weit über das Interesse an den Tieren hinaus“. Der Vorstand des Vereins für prähistorische Bauten und Heimatkunde, der Träger des archäologischen Freilichtparks, blickt optimistisch in die Zukunft. „Wir sind absolut davon überzeugt, dass sich die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit unter der dem Nachfolger von Dr. Michael Martys, André Stadler, unverändert fortsetzen wird“, versichern Vorstand und Geschäftsführer unisono.
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