20.10.2014, 15:24 Uhr

Warnung vor Wintereinbruch im Gebirge und bis in mittlere Lagen

Dauerfrost, polare Kaltluft und Neuschnee zum Wochenende (Foto: KK)

Der goldene Herbst ist ab morgen vorerst vorbei - Reste vom Hurrikan GONZALO bringen Sturmtief

Winterreifen drauf? Goretex-Jacke hergerichtet, festes Schuhwerk aus dem Keller geholt? Dann sind Sie ja bestens auf den Wintereinbruch im Gebirge gerüstet. Die österreichische Unwetterzentrale sieht den Winter ab Dienstagabend im Anmarsch.
Am Montag lässt der Hochdruckeinfluss im Alpenraum allmählich nach und im Laufe des Abends trifft von Norden her die Kaltfront eines Tiefs über Skandinavien ein. Am Dienstag erreicht der ehemalige Hurrikan GONZALO als Sturmtief das Europäische Nordmeer und die dazugehörige, markante Kaltfront überquert in der Nacht auf Mittwoch Österreich. Im ganzen Land wird es dabei zunehmend stürmisch und im Bergland ist mit dem ersten Wintereinbruch des Jahres zu rechnen, zum Wochenende hin setzt sich dann von Westen her allmählich wieder ein Zwischenhoch durch.

Warnausblick

Heute Abend und in der Nacht auf Dienstag fällt entlang und nördlich des Alpenhauptkamms schauerartig verstärkter Regen, besonders im Bregenzerwald sowie im Außerfern kommen markante Regenmengen zusammen. Der Wind weht meist nur schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen.

Der Dienstag startet vor allem von Vorarlberg über Salzburg bis zum östlichen Flachland mit kompakten Wolken und mitunter kräftigem Regen. Im Laufe des Vormittags klingt dieser überwiegend ab, einzelne Schauer gehen am Nachmittag bevorzugt im Süden nieder. Im Norden und Osten bleibt es hingegen längere Zeit trocken und es lockert vorübergehend auch auf.

Schnee in mittlere Lagen

Gegen Abend und in der Nacht auf Mittwoch zeichnet sich allerdings ein massiver Kaltfrontdurchgang ab, im Zuge dessen auch die Schneefallgrenze drastisch auf 1000 bis 700 m absinkt. Der Wind frischt dabei voraussichtlich stark, entlang der Nordalpen auch stürmisch aus West bis Nordwest auf. In exponierten Lagen sind schwere Sturmböen möglich.

Am Mittwoch fällt an der Alpennordseite besonders in den Staulagen von Vorarlberg bis zur Eisenwurzen immer wieder teils kräftiger Regen, die Schneefallgrenze liegt dabei auf rund 800 bis 1000 Meter, morgens vorübergehend auch noch etwas darunter. Im Nordosten ziehen ein paar Schauer durch, an der Alpensüdseite sowie im Osten bleibt es oft trocken. Der Wind spielt weiterhin eine große Rolle, zum einen im gesamten Donauraum und am Alpenostrand, wo er weiterhin stark bis stürmisch aus West bis Nordwest weht. Zum anderen muss man in den typischen Nordföhnregionen ebenfalls mit Sturmböen rechnen.

Am Donnerstag fällt insbesondere in den Nordstaulagen von Vorarlberg bis Oberösterreich kräftiger Regen, oberhalb von 800 bis 1000 m kommen erhebliche Neuschneemengen zusammen. Vom Weinviertel über die Bucklige Welt bis in die südliche Steiermark bleibt es aber überwiegend trocken. Am Alpenostrand und in Nordföhnregionen weht anhaltend starker bis stürmischer Wind aus Nord bis Nordwest.

Das gute daran: ab Freitag schein es wieder schönes Wetter zu geben.

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