11.05.2016, 15:45 Uhr

Von der Feuerwehr auf den Bürgermeistersessel

Josef Knabl ist seit Ende Februar neuer Bürgermeister der Pitztaler Gemeinde Arzl. (Foto: Peter Leitner)
Josef Knabl ist in Arzl schon seit 2004 kommunalpolitisch tätig. Als Gemeindechef hat er viele Projekte im Fokus.

ARZL (pele). Josef Knabl (51) folgte bei den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen Ende Februar dem Arzler Langzeitbürgermeister Siegfried Neurauter als Dorfoberhaupt nach. Er setzte sich mit 77,19 Prozent der Stimmen beeindruckend durch, hält auch im Gemeinderat mit neun Mandaten die absolute Mehrheit. Die er aber keinesfalls ausnutzen möchte. Knabl: „Ich lege Wert auf ein gutes Klima im Gemeinderat, darauf, dass alle drei Fraktionen miteinander reden und in die notwendigen Entscheidungen mit eingebunden sind. Dementsprechend haben wir es auch in den Ausschüssen bei fünf Sitzen belassen, damit jede Gruppierung darin vertreten ist.“

In die Kommunalpolitik gekommen ist Knabl über Alt-Bürgermeister Neururer. „Auf seine Initiative hin habe ich vor zwölf Jahren erstmals kandidiert und bin in den Gemeinderat eingezogen. Nach den Wahlen 2010 bin ich in den Vorstand aufgerückt“, blickt der neue Gemeindechef zurück. Der im übrigen seit acht Jahren auch als Feuerwehr-Kommandant von Arzl fungiert („Nach der laufenden Periode lege ich diese Funktion zurück.“) und zehn Jahre Agrar-Obmann der Fraktion Timmels war.

Ins Amt hineingewachsen

„Ich bin ein kommunikativer Typ und kann gut mit Leuten. Das war letztlich einer der Hauptgründe, warum ich mich dazu entschlossen habe, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. Und ich war in der letzten Periode ja Obmann des Kultur- und Sportausschusses. Und da musst du in unserer Gemeinde mit solchen Superstars wie Benjamin Raich, seine Gattin Marlies und Mario Stecher unweigerlich an die Front. Gewissermaßen bin ich in das Amt des Bürgermeisters nach und nach hineingewachsen“, sagt Knabl.

Der einige größere Projekte im Fokus hat. So laufen aktuell umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen am Fußballplatz. Dieser wird verrückt, zusätzlich ein Kunstrasenplatz errichtet. Knabl: „Unser Fußballverein leistet eine tolle Nachwuchsarbeit. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, dass er beste Voraussetzungen vorfindet.“

Bereits am 10. Juni wird in Arzl das so genannte Haus am Platz mit dem neuen Kindergarten und einem von der Alpen Creativ Bau errichteten Wohnblock eingeweiht. Auch eine Arztpraxis soll dort noch untergebracht werden, gehört das Parterre des Gebäudes doch der Gemeinde.

Flüchtlinge kommen nach Arzl

Zu guter letzt befasst sich der Arzler Gemeinderat auch intensiv mit der Flüchtlingsproblematik. Knabl: „Laut Vorgaben des Bundes müssten im ganzen Pitztal rund 100 Flüchtlinge untergebracht sein. Derzeit sind es gerade einmal drei in Arzl und einer in Wenns. Gemeinsam mit der Soziale Dienste GmbH haben wir uns das Schlierenzauer-Haus angesehen. Dort werden wir nach einigen Adaptierungsarbeiten im Sommer vorerst einmal zehn Asylsuchende unterbringen. In der Endstufe sind für Arzl rund 45 Personen vorgesehen, was den vorgegeben 1,5 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht.“
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