10.03.2017, 13:37 Uhr

„Wie geht es mit Europa weiter?“

Die Imster Abordnung des Tiroler VP-Klubs diskutiert über die Zukunft Europas: LT-Präs. Herwig van Staa, VP-KO Jakob Wolf, MEP Elisabeth Köstinger, LT-Präs. Herwig van Staa, Vp-Organisationsreferentin Margreth Falkner und JVP-Landesobmann Dominik Schrott
„Wie geht es mit der europäischen Union weiter?“ - diese Frage stand am Donnerstag beim Besuch der Europaabgeordneten Elisabeth Köstinger beim Klub der Tiroler Volkspartei im Mittelpunkt. „Die europäische Union ist in einer schweren Krise. Da gibt es nichts zu beschönigen“, fand Köstinger gleich zu Beginn der Diskussion klare Worte. Vor allem die Flüchtlings- und Migrationswelle habe Europa in seinen Grundfesten erschüttert. „Während das gegenseitige Verständnis in Europa abnimmt, nehmen die nationalen Alleingänge zu. Auf Dauer kann die Union so nicht funktionieren“, bereitet die aktuelle Entwicklung der EU auch Tirols Landtagspräsident Herwig van Staa, der Tirol im Ausschuss der Regionen vertritt, zunehmend Sorgen.

Der Landesobmann der JVP Tirol wünscht sich eine schlankere und unbürokratischere EU. „Die EU ist zu schwach in den großen Fragen und ist zu dominant in den kleinen Bereichen“, so Schrott. "Während des EU-Vorsitzes im nächsten Jahr hat Österreich die Möglichkeit maßgebliche Änderungsvorschläge einzubringen", der JVP-Chef definiert seine Forderungen wie folgt: „Eine Verkleinerung der Kommission würde im Sinne des Bürokratieabbaues wirken und die Direktwahl des Kommissionspräsidenten bringt eine Verbesserung der Bürgereinbindung mit sich. Damit wird die EU wieder beim Volk spürbar“.

Wenn man das gemeinsame Europa erhalten wolle, müsse man es verändern. Daran führe kein Weg vorbei, zeigte sich auch VP-Klubobmann Jakob Wolf in der Debatte überzeugt und warnte zugleich: „Wenn die Europäische Union es nicht schafft, den Migrationsdruck deutlich und nachhaltig zu senken und die Zahl der Flüchtlinge, die nach Europa kommen, zu reduzieren, dann war der BREXIT nur der Anfang.“
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