09.09.2014, 00:00 Uhr

Einer der letzten Schuster

Leider ist das Handwerk des Schusters ein aussterbendes Gewerbe. Nicht so in Barwies, wo Klaus Ruech alle Arten von Lederwaren instand setzt und damit auf einen stolzen Stammkundenkreis verweisen kann. Gelernt hat Klaus Ruech das Schusterhandwerk von seinem Vater, der bereits im Jahr 1950 am Mieminger Plateau sein Geschäft eröffnete. Damals war Ruech noch einer von vielen Schustern, die in der Region Schuhe erzeugten und Reparaturen ausführten. Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich dies aber ganz wesentlich geändert. Der Markt wird von Großhandelsketten dominiert, die Billigschuhe in großen Mengen von zweifelhafter Qualität und Herkunft (Billiglohnländer, Kinderarbeit, minderwertige Materialien, etc.) anbieten. Zwar produziert auch Ruech keine Schuhe mehr, denn die Billigkonkurrenz drängt alle Anbieter vom Markt, mit seinen hochwertigen Reparaturen hat er sich aber einen treuen Stammkundenkreis erarbeitet, der seine Dienstleistungen sehr zu schätzen weiß. „Zu mir kommen Alpinisten, um sich Bergschuhe und Kletterpatschen neu besohlen zu lassen, aber auch Motorradstiefel und lieb gewordene Tanzschuhe werden von mir instand gesetzt.Laufschuhe, orthopädische Schuhe und Taschen können ebenfalls problemlos repariert werden und machen ihren Besitzern auch nach vielen Jahren noch große Freude“, erklärt der Lederspezialist. Seine Tochter Verena hilft ihm fallweise aus und wird aller Voraussicht nach eines Tages sein Gewerbe weiterführen. Selbstverständlich ist der Werkstatt auch ein Verkaufsraum angeschlossen, wo man ebenfalls hochwertige Lederwaren erstehen kann. Ruech hat von Montag bis Samstag geöffnet, Tel. 05264-5291.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.