23.11.2017, 16:48 Uhr

Vier neue Vorzeigegemeinden aus dem Bezirk Imst erhielten Tiroler Mobilitätssterne

LHStvin Ingrid Felipe, Norbert Praxmarer Umweltausschussobmann Stadtgemeinde Imst, Herbert Kröll, Bürgermeister Gemeinde Nassereith, Günter Neururer, Vizebgm. Roppen, Leonhard Falkner, Gemeinderat Umhausen, Johannes Spielmann, Umweltausschussobmann Mieming, Robert Reindl, Gemeinderat Mötz (Foto: Energie Tirol)
BEZIRK. „Vorzeigegemeinden vor den Vorhang“ hieß es wieder bei der Auszeichnungsveranstaltung „Tiroler Mobilitätssterne“ im Innsbrucker Landhaus. Angelehnt an die Sterne-Auszeichnung in der Gastronomie wurden 45 Gemeinden vom Land für außerordentliche Leistungen in der kommunalen Verkehrspolitik gewürdigt.
Mobilitätslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe freut sich über die große Vielfalt innovativer Mobilitätsprojekte in den Gemeinden: „Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Ziel der Energieautonomie bis 2050 schaffen. Dazu müssen wir allerdings unseren Energieverbrauch halbieren und das gelingt nur über einen Wandel in der Mobilität. Die heute ausgezeichneten Gemeinden haben verstanden, dass es dazu neben den gängigen Maßnahmen wie Tempo-30-Zonen, Förderung von Rad- und Fußwegen oder Errichtung von Schutzwegen zusehends auch Initiativen braucht, die weniger auf Verbote und Regulative als auf Akzeptanz von und Beteiligung an nachhaltiger Mobilität setzen.“ Felipe spricht damit die immer häufiger werdenden Carsharing-, Dorftaxi- und Rufbus-Konzepte an, die oft auf ehrenamtlichem Engagement basieren. „Auffällig ist zudem die steigende Präsenz von E-Mobilen im Gemeindefuhrpark. Dies zeigt, dass wir mit dem Aktionsprogramm E-Mobilität und dem daraus resultierenden Leitfaden für E-Mobilität am Bauhof am Puls der Zeit liegen“, so die Mobilitätslandesrätin abschließend.

Bezirk Imst: Sieben Gemeinden bemühen sich in Sachen nachhaltige Mobilität
Auffallend viele neue Gemeinden engagieren sich in diesem Jahr aus dem Bezirk Imst im Rahmen des Landesprojekts „Gemeinden mobil“. Die Gemeinde Stams wurden von der Jury dabei mit drei Mobilitätssternen bedacht. Lob der Jury gab es für das, im Entstehen befindliche, umfassende Verkehrskonzept und das Rufbussystem STAXI. Mit dem E-Mobil wurden in den letzten zweieinhalb Jahren 55.000 Kilometer gefahren und etwa 4.000 Liter Treibstoff eingespart. Mit zwei Mobilitätssternen unterstützen die Gemeinden Imst, Mieming, Mötz, Nassereith, Roppen und Umhausen die „vielseitige Verkehrspolitik ihres Bezirks“.
Die Tiroler Mobilitätssterne werden seit 2009 alle zwei Jahre von einer unabhängigen Jury vergeben. Die Jury entscheidet auf Grundlage eines ausführlichen Kriterienkatalogs und kann Gemeinden mit bis zu fünf Mobilitätssternen würdigen.
Die Tiroler Mobilitätssterne sind eine Initiative im Rahmen des Mobilitätsprogramms „Tirol mobil“, in dem sich das Land in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, Schulen und Betrieben den Ausbau umweltfreundlicher Verkehrsangebote zum Ziel gesetzt hat. Die Organisation des Auszeichnungsverfahrens und die Betreuung der Gemeinden liegt bei Energie Tirol.
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