Palais Trautson

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Christian Alexander Oedtl errichtet nach Plänen Johann Bernhard Fischers von Erlach und unter dessen Leitung in der Vorstadt St. Ulrich 1710-1712 ein Gartenpalais für Johann Leopold Donat Graf Trautson. Der Palast zählt zu den prächtigsten Bauwerken des Barock in Wien; er ist dem 1661 erbauten Amsterdamer Stadthaus nachgebildet. 1760 erwarb Maria Theresia das Trautsonpalais und wies es der von ihr gegründeten Ungarischen Garde zu. Als diese 1848 aufgelöst wurde, war hier 1848-1867 der Sitz des niederösterreichischen Landesarmeekommandos. Anlässlich der Krönung Franz Josephs I. zum König von Ungarn  wurde die Ungarische Garde reaktiviert und erhielt das Palais zurück. Nach dem  jahrzehntelang vernachlässigt, diente das Trautsonpalais 1924-1963 als Sitz für das Collegium Hungaricum. Als das Trautsonpalais 1961 für die Justizverwaltung angekauft wurde, stand es im Mittelpunkt heftiger Diskussionen, weil zeitweise seine Demolierung propagiert wurde; schließlich, gelang es jedoch, seinen Bestand zu sichern. Im Verlauf des von Felix Cevela und Walter Stepanik geleiteten Umbaus wurden 1965 die jüngeren Vorbauten im Park  abgebrochen, sodass der Blick auf die Gartenfront frei wurde. 1967 wurde der westliche Teil des Gebäudes demoliert und durch ein Bürohaus ersetzt. 1967 wurden auf seinem Terrain Fertigteilhäuser für die UNIDO errichtet, die bis zu deren Übersiedlung in das Vienna International Centre 1980 genutzt wurden. Nach deren Abbruch wurde die Fläche in die Gestaltung des angrenzend bereits bestehenden Weghuberparks einbezogen.

Autor:

Christa Posch aus Ottakring

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