Harnwegsinfekt
Gezielt diagnostizieren und therapieren

Häufig kommt es immer noch zu vielen unnötigen Antibiotika-Verschreibungen. Das begünstigt Resistenzen.
  • Häufig kommt es immer noch zu vielen unnötigen Antibiotika-Verschreibungen. Das begünstigt Resistenzen.
  • Foto: absolutimages/Shutterstock.com
  • hochgeladen von Margit Koudelka

An einer Zystitis erkranken bis zu 80 Prozent aller Frauen zumindest einmal im Leben. Nach wie vor werden häufig unnötigerweise Antibiotika verordnet.

ÖSTERREICH. Bei jungen Frauen ist die häufigste Ursache wiederkehrender Harnwegsinfekte Geschlechtsverkehr. Oft handelt es sich aber auch um eine stressbedingte Häufung von Infekten. Nach der Menopause begünstigt der Östrogenmangel die Anfälligkeit für bakterielle Harnwegsinfekte. Jeder Harnwegsinfekt erhöht die Gefahr, bald einen neuerlichen Infekt zu bekommen.

Wann zum Arzt?

"Erfahrene Patientinnen wissen, wie sie mit ihren Beschwerden umzugehen haben. Sie können es natürlich mit alternativen Methoden, wie beispielsweise Blasentee, Apfelessig, D-Mannose, verschiedenen pflanzlichen Kombi-Medikamenten versuchen", so Andrea Gnad, Urologin in Salzburg. Den Arzt sollte man allerdings spätestens dann aufsuchen, wenn zu den klassischen Beschwerden Fieber, Flankenschmerzen oder Blut im Harn dazu kommen.
Für die individuell passende Therapie ist es wichtig, mittels Katheterharn und Harnkultur das verursachende Bakterium zu identifizieren. "Mittels Resistenzbestimmung kann dann eine kulturgerechte antibiotische Therapie verabreicht werden", erläutert die Fachärztin. Dies sei in Hinblick auf die zunehmende Antibiotikaresistenz der Darmbakterien in der Gesamtbevölkerung und der Umwelt wichtig. "Ich halte es deshalb für extrem wichtig, an eine korrekte Diagnose eine passende Therapie anzuschließen. Durch ungezielte Antibiotkagaben und die Behandlung von falsch positiven Mittelstrahlurinen kommt es nach wie vor zu viel zu vielen unnötigen Antibiotika-Verordnungen", betont Gnad. In allen Fällen ist es jedoch von Bedeutung andere Ursachen für die Beschwerden wie Restharn, Blasentumoren oder eine Harnröhrenenge auszuschließen.

Richtig vorbeugen

Danach ist eine gute vorbeugende Maßnahmen mit den verschiedensten pflanzlichen Präparaten (Phytotherapeutika) notwendig, um das Risiko wiederkehrender Infekte zu senken. "Auch die Prophylaxe muss an die jeweiligen Bedürfnisse der Patientin angepasst werden", rät die Expertin.

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