Österreichische Gesundheitskasse
Neue Wege in der ÖGK

ÖGK-Generaldirektor Bernhard Wurzer plant eine Gesundheitsversorgung mit Zukunft.
  • ÖGK-Generaldirektor Bernhard Wurzer plant eine Gesundheitsversorgung mit Zukunft.
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  • hochgeladen von Marie-Thérèse Fleischer

Während die prognostizierten Defizite der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) Wellen schlagen, gibt es bezüglich der Zukunftsplanung kein Defizit an Ideen und Hoffnungen.

ÖSTERREICH. ÖGK-Generaldirektor Bernhard Wurzer beantwortet im persönlichen Gespräch mit der Redaktion Fragen zu den geplanten Veränderungen der nächsten Jahre und kommentiert auch die aktuelle Situation: „Die Prognosen für die kommenden Jahre sehen vor allem bei den Einnahmen eine Abschwächung des Wachstums voraus. Das bedeutet, wenn wir mit dem Geld auskommen wollen, müssen wir treffsicherer werden. Das prognostizierte Defizit ist eine recht vorsichtige Annahme darüber ‚was passiert, wenn nichts passiert‘. Jetzt müssen wir Maßnahmen setzen, um gegenzusteuern. Es besteht aber überhaupt kein Grund zur Panik.“

Andere Ansprüche

Bei all den aktuellen Herausforderungen – auch jenen finanzieller Natur – vergisst die ÖGK nicht auf das, was sich die Versicherten wünschen. „Früheren Generationen hat es nichts ausgemacht, wenn sie bis zu sechs Wochen auf einen Termin warten mussten, oder dass sie zwei, drei Stunden im Wartezimmer sitzen mussten. Bei meiner Generation und der meiner Kinder ist das anders“, schildert Wurzer den Zeitgeist. Auf das veränderte Anspruchsverhalten der Versicherten solle das Gesundheitssystem zukünftig eingehen. „Es müssen neue Versorgungsmodelle geschaffen werden, etwa Primärversorgungszentren, wo verlängerte Öffnungszeiten den Besuch eines Arztes bzw. einer Ärztin erleichtern“, meint Wurzer.

Versorgung mit Zukunft

Zudem ist man sich in der neuen Gesundheitskasse sehr bewusst darüber, dass die vorhandenen Technologien und Daten besser genutzt werden könnten. „Wenn eine Frau Mitte 40 das Onlineportal ‚MeineSV‘ nutzt, wäre es sinnvoll, sie auch gleich daran zu erinnern, das Brustkrebsfrüherkennungsprogramm in Anspruch zu nehmen“, so Wurzer. Die nötigen Daten seien bereits vorhanden, sie müssten nur erst in den Systemen verknüpft werden. Für eine Rund-um-die-Uhr-Gesundheitsversorgung auch in den entlegensten Winkeln Österreichs lohne sich zudem der Blick über den Tellerrand, meint Wurzer: „In Kanada oder Australien ist es überhaupt kein Thema, dass man via Bildtelefon eine medizinische Betreuung erhält. Bei uns ist das noch ein bisschen ungewohnt, aber es wird kommen.“

Autor:

Marie-Thérèse Fleischer aus Innere Stadt

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