Eine unterschätzte Krankheit
Nur bei etwa 20 Prozent der Betroffenen ist Osteoporose diagnostiziert

Österreichweit sind etwa 500.000 der über 50-Jährigen von Osteoporose betroffen. Nach Schätzungen der International Osteoporosis Foundation ist die Erkrankung aber nur bei rund 20 Prozent diagnostiziert. Dabei kann jedoch nur eine frühzeitige Diagnose in Kombination mit entsprechenden Therapiemaßnahmen den "Knochenschwund" eindämmen. Häufig gibt es erst nach einem Bruch einen entsprechenden Befund. Laut Astrid Fahrleitner-Pammer, Fachärztin für Innere Medizin an der Medizinischen Universität Graz sei es oberstes – möglicherweise zu ambitioniertes – Ziel, bereits den ersten Knochenbruch zu vermeiden. "Für mich fängt das Problem bereits bei der Bezeichnung der Erkrankung an: Kaum ein Laie kann mit dem Begriff 'Osteoporose' etwas anfangen. 'Knochenbrucherkrankung' klingt da um einiges logischer und besser verständlich", so die Internistin.

Neue Diagnoseverfahren

Zur Früherkennung stehen altbewährte Methoden, wie die Knochendichtemessung, aber auch neue Verfahren zur Verfügung. Eine innovative Untersuchung ist die mikroRNA-Analyse. Dazu wird die Konzentration mehrerer bestimmter Moleküle gemessen, die unter anderem für Knochenstoffwechsel und Muskelbildung beeinflussen. Diese Methode liefert zuverlässigere Informationen hinsichtlich eines eventuellen Knochenbruchrisikos.

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