Mini Med Webinar
Zukunftsstrategien für COVID-19 & Co

Nebst Mund-Nasen-Schutz ist der Ellenbogengruß zum Symbol der Pandemie geworden.
  • Nebst Mund-Nasen-Schutz ist der Ellenbogengruß zum Symbol der Pandemie geworden.
  • Foto: Linda Bestwick/Shutterstock.com
  • hochgeladen von Margit Koudelka

Wie geht es weiter? Was werden wir aus dieser Pandemie mitnehmen? Wie werden sich unsere Gesundheit und vielleicht sogar unser Gesundheitssystem längerfristig entwickeln? Wo liegen die Chancen, wo gibt es Gefahren? Antworten auf diese und andere Fragen gab der Gesundheitswissenschaftler und Public-Health Experte von der Medizinischen Universität Graz, Martin Sprenger in seinem Mini Med-Webinar Anfang Dezember.

ÖSTERREICH. Es gibt drei Strategien im Umgang mit einer Pandemie: Die Eindämmungsstrategie (Lockdown-Maßnahmen), die Schutzstrategie (vulnerable Gruppen) und die Folgeminderungsstrategie, bei der es um Auswirkungen auf Prävention, Wirtschaft oder die psychosoziale Gesundheit geht. „Wir müssen aber auch an eine Erholungsstrategie denken, wenn es darum geht, aus dieser Pandemie wieder herauszufinden“, so Sprenger und fügt hinzu: „Bei allen Strategien müssen wir noch besser werden.“

Eindämmen, schützen, Folgen mindern

Was die Eindämmungsstrategie betrifft, werden uns Maßnahmen im Umgang miteinander wohl auch in Zukunft noch begleiten, so der Experte. Den Massentests im Dezember sieht der Gesundheitswissenschaftler eher skeptisch entgegen, vor allem wenn es um die Kosten-Nutzen-Rechnung und die genaue und sorgfältige Durchführung der Tests geht. „Es ist eine Momentaufnahme, der Aufwand ist sehr groß und niemand kann garantieren, dass die Tests auch wirklich ordnungsgemäß durchgeführt werden“, so Sprenger.Auch in der Schutzstrategie sind Verbesserungen nötig, so Sprenger. Die aktuelle Datenlage unterstreicht die Tatsache, dass die am meisten zu schützende Personengruppe ältere Menschen mit und ohne Vorerkrankungen sind. Das Durchschnittsalter der Covid19-Sterbefälle liegt in Österreich bei 85 Jahren. Schnelltests können hier etwa in Alten- und Pflegeheimen in Zukunft gute Dienste leisten, weil sie sofort Ergebnisse liefern, ob jemand infektiös ist und auch relativ kostengünstig sind. Auch einer Impfung gegen Covid-19 sieht Sprenger positiv entgegen. „Wer sich wirklich impfen soll, wird die Zukunft weisen, jetzt gilt es einmal jene zu schützen, die es am meisten brauchen,“ so Sprenger. „Hier wird entscheidend sein, wie die Kommunikation aussehen wird, weil das Thema Impfen in Österreich immer schon ein schwieriges war und ist.“

Genau abwägen

„Als Gesundheitswissenschaftler, der selbst viele Jahre als Notfallmediziner tätig war, geht es mir immer auch um die Verhältnismäßigkeit“, so Sprenger. Abzuwägen gilt es dabei, wie viele gesunde Lebensjahre durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona Pandemie gewonnen und wie viele durch Unter- und Fehlversorgung von Non-Covid19 Erkrankungen, Einschränkungen in der Prävention, Rehabilitation und Pflege oder durch eine negative Beeinflussung der Determinanten von Gesundheit verloren gehen. Hier müssten die gewonnen Jahre überwiegen, wenn die Maßnahmen wirklich präventiv wirken sollen.

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