1. Februar 2013; Akademikerball in der Hofburg

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Der so ge-nannte Nachfolgeball
Für den Wiener Ko-operationsball der Aka-demikerball, welcher nicht mehr von Burschenschaftern Veranstaltet wird sondern von der Freiheitlichen Partei, sorgte schon im Vorfeld für Aufregung.

Linke Gruppierungen riefen seit Oktober zu Demonstrationen gegen den Ball auf. Ebenso gab es von den selben Gruppierungen schon einige Vorkundgebungen gegen die Burschenschafter.

Dem entsprechend war das Polizeiaufgebot im Bereich der Hofburg sowie drum herum. Gab es doch zwei Sperrringe, einen kleinen im Bereich der Hofburg und einen größeren rund um die Hofburg, so war zeitweise die halbe Innenstadt „Sperrgebiet“.

Die Gegner des Balls trafen sich zum einem in Mariahilf am Christian Brodaplatz und zum anderen vor der Hauptuni am Ring. Außerdem waren kleine Grüppchen in einer „Sternwanderung“ unterwegs zur Hofburg.
Der erste Demozug war nach 17:30 Uhr durch die Innenstadt unterwegs, während man sich noch in Mariahilf sammelte.
Durch die Gassen der City ging es auf den Stephansplatz, wo man etwas unschlüssig herumstand.

Schließlich teilte man sich in drei Gruppen auf, waren es beim Abmarsch am Schottentor noch rund 1000 Demonstranten, so waren es dann nur noch so 400, da sich eine größere Gruppe abspaltete und in der City verschwand.
Später sollten wir erfahren wohin und warum!

Inzwischen war die Kundgebung vom 6. Bezirk auf der Mariahilferstraße unterwegs zum Heldenplatz, wo für diese Gruppe die Schusskundgebung stattfand.
Vereinzelt fanden wir nun auch Demonstranten in der ganzen Innenstadt und vor allem dann wieder am Schottentor vor der Schottengasse.

Dort befand sich die Taxizufahrt zum Ball, welche man natürlich blockieren wollte.
Dies fand dann auch statt, denn man teilte sich abermals und blockierte am Ring sowie vor der Freyung die Zufahrt.
Selbiges geschah wie wir erfuhren an nahezu allen Straßensperren die als Zufahrt für Ballbesucher geeignet waren. Jetzt wussten wir, wo die Demonstranten vom Stephansplatz hinkamen.
Nebenbei lieferte man sich im Bereich zwischen Landespolizeidirektion und Schottentor Scharmützel mit der Polizeieinsatzeinheit!?
Vor der Freyung eskalierte die Situation etwas, da die WEGA ansatzweise versuchte die Zufahrt frei zu machen, wobei es einen verletzten Demonstranten gab. Er dürfte in der Hitze der Auseinandersetzungen an einem Sperrgitter umgeknickt sein und brauchte Hilfe durch die Rettung.
Ähnlich ging es auch an den anderen Sperrbereichen zu, sodass die Polizeieinheiten bis ca. 23:00 Uhr im Dauereinsatz waren. Erst dann beruhigte sich die Lage während einige Demonstranten es schafften im Bereich Börse bis Hohe Brücke die Sperren zu durchbrechen. Dem Vernehmen nach wurden dabei zwei Demonstranten vor dem Hof von der WEGA festgenommen.

Wieder teilte sich dann die Gruppe, ein Teil ging wohl Heim, und zwei weitere Grüppchen machten sich von der Börse weg auf verschiedenen Wegen wieder auf den Weg durch die Stadt.
Wobei die eine Gruppe marodierend durch die Gassen zogen und zahlreiche Schäden anrichtete.
Schließlich fand man sich wieder zusammen am Graben, wo man sich wieder mit der WEGA sowie der Niederösterreichschen Einsatzeinheit ein kurzes Scharmützel lieferte, was zu einigen Anzeigen führte.
Bald danach war mit Krawall aber Ruhe und was blieb waren doch wieder Schäden in der City, aber im großem & ganzem ist es relativ friedlich abgegangen, auch wenn die Polizei teilweise recht schroff gegen die
Demonstranten vor ging.

Man nützte das Demonstrationsrecht und machte seinem Unmut Luft, was durchaus auch mit Blockaden gerechtfertigt ist, solange man dabei friedlich bleibt, wie es ja auch großteils der Fall war! Da gab es schon schlimmere Ausschreitungen anlässlich des WKR Balls in den letzten Jahren.

Aber auch die Polizei lernte dazu, vor allem vom letzten Jahr, wo man die Sperren doch etwas Schleifen ließ und es so vermehrt zu Auseinandersetzungen zwischen Ballbesuchern und Demonstranten kam, die nicht selten auch tätlich endeten. Dies dürfte diesmal eher die Ausnahme gewesen sein und das ist gut so. Da muss man wohl sowohl Ballgegnern als auch der Polizei Anerkennung zollen!
Bis gegen 01:00 Uhr früh gab es noch Kleinkundgebungen, doch dann war endgültig Ruhe in der Stadt.

Was uns bei dem Ganzen doch Kränkte, war die Tatsache, dass wir als Journalisten immer wider auch angefeindet wurden und sogar des Öfteren als Faschisten beschimpft!?
Besonders schlimm war es vor der Elisabethstraße, wo sogar mit Körperverletzung bis hin zum Umbringen gedroht wurde.
Auch bei der letzten Kleindemo am Graben wurden wir beschimpft und als Nazifotografen bezeichnet, die lieber das Feld räumen sollten bevor was passiert!? Unwerfrohren fanden wir das schon, denn diese Drohungen ließ man sogar in Beisein vorn WEGA Beamten los!?

Also blieb nur der Rückzug um de eskalierend zu wirken.
Wir dokumentierten noch einige Schäden die im Zuge der Demonstrationen in der City entstanden und traten gegen 02:00 Uhr früh den Heimweg an.
Leider klappte dieses Jahr auch die Zusammenarbeit mit der Polizei nicht wie wünschenswert, wodurch wir doch teilweise massiv in unserer Tätigkeit eingeschränkt wurden!?
So durften wir im Gegensatz zum Vorjahr trotz BP Akkreditierung nicht in die äußere Sperrzone und ein Treffpunkt mit dem Pressesprecher der Polizei in der Löwelstraße wurde dadurch unmöglich!

Dafür hatten wir heuer keinerlei Probleme bei den Einsätzen und wurden sogar nahe an das Geschehen gelassen, was uns dafür die Demonstranten eher verwehren wollten.
Etwas bessere Kommunikation zwischen den Polizeistellen tut immer wieder Not, ebenso wie mehr Verständnis für unseren Job bei linken Kundgebungsteilnehmern!

E. Weber / H. Dohnal / R. Ettenauer /
T. Krois / T. Moser
www.oesterreichmagazin.at

Wo: Heldenplatz, Heldenplatz, 1010 Wien auf Karte anzeigen
Autor:

Erich Weber aus Margareten

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