Postgasse
2021 kommt das Fahrverbot vor der alten Post

Der Platz vor der Alten Post in der Postgasse soll umgestaltet werden. Damit werden aber auch die Autos verbannt.
  • Der Platz vor der Alten Post in der Postgasse soll umgestaltet werden. Damit werden aber auch die Autos verbannt.
  • hochgeladen von Maximilian Spitzauer

Die Bürger haben abgestimmt: Sie fordern die Umgestaltung des Platzes vor der ehemaligen Postzentrale. Damit geht auch ein Fahrverbot einher.

INNERE STADT. Bereits in der Testphase beschwerten sich einige Autofahrer über die Verkehrsorganisation rund um die Alte Post. Die ehemalige Zentrale der Post AG wird umgebaut und ein Mix aus Büros und Wohnungen soll in das Gebäude einziehen. Drei Wochen war der Vorplatz für Autos gesperrt. Nach dieser Testphase waren die Anrainer gefragt: Soll der Platz umgestaltet und künftig für Autos gesperrt werden?

Etwa 42 Prozent der Anrainer beteiligten sich an der Abstimmung und das Ergebnis der Bürgerbefragung viel knapp aus: 51,2 Prozent der Teilnehmer haben für die Umgestaltung gestimmt. Damit geht auch die Sperre des Platzes für den Autoverkehr einher. Sonst ist die Planung noch eher karg. "Im nächsten Schritt wird die Bezirksentwicklungskommission der Bezirksvertretung zusammentreten und gemeinsam mit den Experten des Magistrats sowie dem Projektwerber die genaue Gestaltung des Platzes erarbeiten", heißt es dazu aus dem Bezirk.

Schleißige Instandhaltung

Kritik dazu kommt von der FPÖ aus dem Bezirk: Zwar erkenne man das Ergebnis auf jeden Fall an, aber "die Stadt Wien hätte sich regelmäßig und zeitgerecht um den Platz kümmern müssen", sagt City-FPÖ-Chef Markus Platt. Wäre der Platz nicht zu so einem Fleckerlteppich geworden, hätte man sich die Befragung laut Platt wahrscheinlich sparen können. Außerdem gibt es die Befürchtung, dass die Platzgestaltung jetzt ganz dem Immobilienentwickler überlassen wird.

Fraktionen erfreut

Bei den anderen Fraktionen im Bezirk sieht man die Abstimmung positiv. Bei Neos gibt es allerdings Sorge um die neue Verkehrsorganisation und Kritik daran, dass man diese doch schon im Vorhinein hätte besprechen können. "Jetzt kann halt leider erst im Nachhinein darüber diskutiert werden", so Elisabeth Tanzer, Neos-Obfrau im Bezirk.

Alexander Hirschenhauser von den Grünen fühlt sich in der Forderung nach mehr Grün- und Freiraum bestätigt. Auch er betont, wie wichtig es sei, ein Verkehrschaos zu vermeiden. "Für uns ist eine Beschilderung bereits am Stubenring und auf der Dominikanerbastei wichtig, um irrtümliche Durchfahrten zu vermeiden", so Hirschenhauser.

"Ich werde mich besonders für neue Bäume und konsumfreie Sitzgelegenheiten starkmachen, damit vor der Alten Post ein attraktiver neuer Treffpunkt im Grätzel entsteht", betont Mireille Ngosso (SPÖ), die die Umgestaltung begrüßt.

"Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, am Ende der Planung ein Projekt vorstellen zu können, das auch diejenigen, die derzeit noch skeptisch sind, überzeugt", versichert City-Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP). Nach der Fertigstellung der Alten Post beginnt die Umgestaltung.

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