Akademikerball 2018: Polizei rechnet mit mehr Gewalt bei Demo

Symbolbild

WIEN. Der umstrittenste Ball der Wiener Ballsaison steht vor der Tür: Am Freitag, 26. Jänner, findet der von der Wiener FPÖ veranstaltete Akademikerball in der Hofburg statt. Während heuer erstmalig auch Regierungsmitglieder daran teilnehmen – allen voran Vizekanzler und "Vandalia"-Mitglied Heinz-Christian Strache (FPÖ) – formiert sich in der Stadt eine Großdemo dagegen. Die "Offensive gegen Rechts" ruft zur mittlerweile traditionellen Demonstration auf. 

Auch wegen der Teilnahme von Strache und möglichen anderen Regierungsmitgliedern befürchtet die Wiener Polizei heuer eine höhere Gewaltbereitschaft unter den Demonstranten. Am Mittwoch lud die Polizei zu ihrer – mittlerweile auch traditionellen – Akademikerball-Pressekonferenz. Man rechne mit zahlreichen Demonstranten aus Deutschland sowie dem osteuropäischen Ausland, so Polizeichef Gerhard Pürstl. Man wolle schon die Zufahrten streng kontrollieren und möglicherweise ganze Busse zum Umdrehen zwingen. 

3.000 Polizisten im Einsatz

Der Akademikerball hätte gerade heuer großes Mobilisierungspotential bei den radikalen Linken. Dagegen halten will die Wiener Polizei mit 3.000 Unifomierten – darunter 900 aus den Bundesländern. Ausschreitungen und Blockaden der Zufahrtswege zur Hofburg sollen vermieden werden – um die Hofburg und in Teilen der Innenstadt wird ein Platzverbot ausgesprochen. Ob der Heldenplatz zur Gänze gesperrt wird, sei noch unklar. 

Zum Vorwurf, es würden Demo-Touristen aus dem Ausland mobilisiert werden, nimmt die "Offensive gegen Rechts" auf Facebook Stellung. "Da wir von alledem nicht einmal den Hauch einer Ahnung haben, könnten Sie uns Bitte auch nur irgendeine Information zukommen lassen, wie Sie auf das bitte kommen?", heißt es dort. Der Vorwurf steht im Raum, dass schon im Vorfeld ein künstliches Bedrohungsszenario aufgebaut werde. 

Im Vorjahr verlief die Demo rund um die früher WKR-Ball genannte Veranstaltung weitgehend ruhig. Rund 2.700 Polizisten waren im Einsatz. Im Jänner 2014 kam es zu schweren Ausschreitungen in der Innenstadt, wobei zahlreiche Schaufenster und ein Streifenwagen demoliert wurden. Wie sich die Proteste gegen den Ball im Lauf der vergangenen Jahre verändert haben, hat bz-Redakteurin Theresa Aigner hier analysiert

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