Rekordjagd
Albertina auch 2019 auf Erfolgskurs

Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder ist stolz auf den Erfolg des Museums. Diesen Kurs will er weiterfahren.
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  • Foto: Albertina/Mavric
  • hochgeladen von Christian Bunke

Mehr als eine Million Besucher verzeichnete die Albertina im Jahr 2018. So soll es auch heuer weitergehen.

INNERE STADT. Dass so viele Menschen dem renommierten Kunstmuseum die Türen einrennen, ist keine Selbstverständlichkeit. Laut Direktor Klaus Albrecht Schröder steckt vielmehr eine langjährige strategische Planung dahinter.

Dafür muss man wissen, dass die Besucherzahlen der Albertina in den vergangenen Jahrzehnten stark geschwankt haben. In den 1950er-Jahren lagen sie bei rund 200.000. In den 1960ern brachen sie auf 60.000 Besucher im Jahr ein. Es folgte eine kleine Stabilisierung in den 1980ern auf rund 100.000 Besucher. Mitte der 1980er-Jahre kam der Absturz: Nur noch 20.000 Menschen kamen jährlich in die Albertina.

Der Weg zum Kunstwerk

Der Grund: "Es gab eine desaströse Infrastruktur, die Sammlung war nässegefährdet und die Lichtverhältnisse waren zum Verzweifeln", so der Museumsdirektor. Eine Sanierung musste her, die in den folgenden Jahren auch durchgezogen wurde. Die zur Verfügung stehende Ausstellungsfläche wurde drastisch erweitert – von 2.500 auf 25.000 Quadratmeter.

Mit dem Umbau ging auch eine inhaltliche Umorientierung einher. "Ich habe die Isolation der Zeichnung aufgegeben", sagt Schröder. Damit ist gemeint, dass früher die in der Albertina präsentierten Gemälde gezeigt wurden, ohne dass der Produktionsprozess deutlich wurde. "Das Publikum möchte aber erleben, wie Kunst entsteht. Deshalb wollen die Menschen auch die Zeichnungen sehen, die ja selber auch Kunst sind." Schröder nennt das die "Albertina-Doktrin": "Es gibt eine Unteilbarkeit des Künstlerischen."

Sprunghafter Anstieg

Der Erfolg dieser Strategie lässt sich an konkreten Zahlen festmachen: Die Albertina führt eine Art Hitparade der erfolgreichsten Ausstellungen der vergangenen Jahre an. Platz vier belegt die Dürer-Ausstellung des Jahres 2003 mit 472.000 Besuchern, gefolgt von der Impressionismus-Schau im Jahr 2009/10 mit 438.000 Besuchern. Die Silbermedaille erhält die immer noch laufende Monet-Ausstellung. Sie wurde 2018 von 520.000 Menschen bestaunt. Ungeschlagen auf Platz eins liegt jedoch Vincent van Gogh. Seine Bilder wollten im Jahr 2008 ganze 590.000 Menschen sehen.

Ausblick auf 2019

Die Albertina hat den Anspruch, ein breites Spektrum grafischer Kunst abzubilden. So steht der Frühling im Zeichen des österreichischen Fotografen Manfred Willmann, der sich in seinen Arbeiten vor allem mit dem ländlichen Raum beschäftigt. Bis 26. Mai ist ein Querschnitt seines Schaffens von den 1970er-Jahren bis heute zu sehen. Doch auch die Klassiker werden nicht vergessen: Vom 16. Februar bis 10. Juni begeht das Museum die Gründung des Fürstentums Liechtenstein mit einer großen Ausstellung. Gezeigt werden Werke von Rubens bis Makart.

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