City-Chef Markus Figl: "Die Öffnung der Parkplätze war ein Vertragsbruch"

Mit der Rotenturmstraße, E-Rollern und Demos hatte City-Chef Markus Figl (ÖVP) dieses Jahr wohl keine ruhige Minute.
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  • hochgeladen von Maximilian Spitzauer

Einen letzten Blick wagen wir noch ins Jahr 2018: Bezirkschef Markus Figl über die Top-Themen im Bezirk.

INNERE STADT. 2018 war ein turbulentes Jahr in der City. Anrainerparken, Rotenturmstraße und die vielen Demos sorgten für ein spannendes Jahr.

Was war Ihrer Meinung nach das größte Thema im 1. Bezirk?
MARKUS FIGL: Das Thema, das am virulentesten ist und worauf ich auch immer wieder angesprochen werde, ist der Verkehr in der Stadt. Der ganze Pallawatsch, den es derzeit rund um die Bewohnerparkplätze gibt: Diese chaotischen Zustände regen sehr viele Menschen auf.

Wird diesbezüglich öfter beim Bezirk nachgefragt?
Ja, sehr oft. Wir haben sehr viele Beschwerde-E-Mails bekommen, in denen gefragt wird, warum die Stadt hier so agiert und dass so etwas nicht sein darf, man muss sich ja auf etwas verlassen können. Die Bewohner sagen, wir wollen die Parkplätze, sie sind uns auch von der Stadt versprochen worden. Wir hatten im Februar eine Bürgerbefragung, in der 92 Prozent der Bewohner gesagt haben, dass sie die Parkplätze im ursprünglichen System haben wollen. Die Öffnung sehen viele Bewohner auch als Vertragsbruch.

Zu kämpfen hatten Sie auch mit E-Rollern. Wird die Innenstadt damit überflutet?
Wir sind ein bisschen von diesen Dingen überrollt worden. Wir haben, sobald die ersten Beschwerden bei uns ankamen, die Anbieter gemeinsam mit der Wirtschaftskammer getroffen. Wir versuchen, hier Lösungen zu entwickeln, was zum einen das Fahren, zum anderen das Parken betrifft. Wir sind lösungsorientiert.

Sie haben im Sommer auch darüber gesprochen, dass zu viele Demos in der City stattfinden. Wie sieht es damit aus?
Wir sagen den zuständigen Behörden, was aus unserer Sicht möglich ist und was nicht. Was aus meiner Sicht nicht sein sollte, ist, dass der Ring stundenlang gesperrt ist, da wünschen wir uns eine Lösung. Das Zweite ist, wenn Demonstrationen auf den Stephansplatz verlegt werden, dort eine Messe stattfindet und man nachher nicht mehr zur Agape gehen kann. Ich hoffe, dass so etwas nicht mehr vorkommt.

Sie haben sich auch ein Gesamtkonzept gewünscht …

Der Wunsch ist selbstverständlich da. Was die Ringstraße betrifft, braucht es dringend ein Veranstaltungskonzept. Die Stadt darf den Bezirk nicht im Stich lassen. Es ist nicht wesentlich, warum der Ring gesperrt ist, sondern dass er gesperrt ist.

Wegen der Umgestaltung der Rotenturmstraße gab es dicke Luft zwischen Ihnen und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou. Wie zufrieden sind Sie mit der Begegnungszone als Lösung?
Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich sehr kritisch bin, was die Geschwindigkeit der Planung angeht. Man braucht einfach Zeit, um mit allen Betroffenen sprechen zu können. Die Rotenturmstraße ist eine der Hauptverkehrsadern, da muss man alle Interessen in Betracht ziehen. Hier die Menschen einfach zu überrollen und vor vollendete Tatsachen zu stellen, halte ich für nicht richtig.

Sie wünschen sich am Donaukanal mehr Mitspracherecht.
Ich glaube, wie die Auslobung der Flächen abgelaufen ist, ist ein Musterbeispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. Meine Forderung ist, dass das so organisiert wird, dass der 2. Bezirk und wir automatisch dabei sind. Das würde dem Kanal sicher guttun.

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