Heimspiel - Trauner & Trauner

Ohne Blues geht's nicht, auch wenn die Bilder (im Hintergrund) im Vordergrund standen.
5Bilder
  • Ohne Blues geht's nicht, auch wenn die Bilder (im Hintergrund) im Vordergrund standen.
  • hochgeladen von Sabine Ivankovits

(siv). Erik Trauner ist nicht nur Musiker, sondern baut auch Dioramen. Das ist bekannt. Was er lange verschwiegen hat: Er ist auch in der bildenden Kunst tätig. Seine Linolschnitte mit Motiven aus der Blues-Szene zeigte er das erste Mal seit 20 Jahren, gemeinsam mit Werken seines bereits verstorbenen Vaters Ernst.

Die Vernissage war am 12. Jänner in der Galerie Philomedia (Josefsgasse 1, 1080 Wien), die Finissage findet - no na ned - am selben Ort statt, am Dienstag, den 19. Jänner. Wer an beiden Termine Zeit hat(te), hat Glück. Bei der Vernissage sang Trauner, bei der Finissage will er G'schichtln aus seinem Musikerleben zum Besten geben.

Verkannter Künstler

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen aber seine Werke und die seines Vater. Von den Bilderns des Vaters Ernst Trauner sind nicht mehr sehr viel vorhanden, da viele schon vor langer Zeit verkauft wurden. Auch von Eriks Werken gab es einmal mehr. "Ich hatte vor 20 Jahren eine Ausstellung. Die Bilder waren dann in Mappen. Als ich diese jetzt aufgemacht habe, war etwa ein Drittel zerstört. Denn in der Galerie gab es damals einen Wasserschaden. So habe ich in den letzten zwei Wochen viele der Bilder neu angefertigt", erzählt der Künstler. Gut war es, denn so waren einige der Werke bereits am Abend der Eröffnung verkauft. Zu Lebzeiten seines Vaters wäre eine gemeinsame Ausstellung eher undenkbar gewesen.

Denn: "Ich hatte kein sehr gutes Verhältnis zu meinem Vater. Er hat mir auch gesagt, dass ich kein Talent fürs Graphische habe. Er war auch nie auf einem meiner Konzerte.". Was den Musiker aber freut: Seine Mutter war ebenso in der Galerie Philomedia wie seine Schwester und seine Nichte, die in Australien leben. "Vielleicht gibt es das nächste Mal ja eine Ausstellung, die 'Trauner & Trauner & Trauner' heißt, denn auch meine Schwester ist Künstlerin. Und ich denke, auch ihrer Tochter steht eine große künstlerische Laufbahn bevor", so Trauner.

Nesquik-Gesicht

Trauners Vater war Grafiker. So war er verantwortlich für die Brickerl-Werbung mit den Bremer Stadtmusikanten oder für die Nesquik-Werbung. Testimonial: Sohnemann Erik Trauner, der Angst hatte, seine Familie wegen der Werbung zu verlieren.

Bei den Worten: "Für das nächste Plakat nehmen wir den Erik, fürchtete er, die Familie verlassen zu müssen, wie er erzählte. Die Ausstellung von Vater uns Sohn ist eine Art Versöhnung, denn wie Trauner erzählte, hat er auch viel von seinem Vater gelernt.

Autor:

Sabine Ivankovits aus Innere Stadt

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Newsletter Anmeldung!

Du willst Infos, Veranstaltungen und Gewinnspiele aus deiner Umgebung?

Dann melde dich jetzt für den kostenlosen Newsletter aus deiner Region an!

ANMELDEN

Newsletter Anmeldung!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.