Dance Company, Verein und Tanzschule
"Ich bin O.K." steht seit 40 Jahren für Inklusion

Hana Zanin Pauknerová und Attila Zanin leiten mittlerweile den Verein sowie die "Ich bin O.K. Dance Company".
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Seit 40 Jahren steht "Ich bin O.K." für ein respektvolles Miteinander. Was als Verein begonnen hat, ist jetzt auch eine der erfolgreichsten Dance Companys weltweit. Am 30. Jänner wird das Jubiläum mit einer großen Gala im Theater Akzent gefeiert.

INNERE STADT. Katalin Zanin rief den Verein "Ich bin O.K." im Jahr 1979 ins Leben. Die gebürtige Ungarin leistete Pionierarbeit in Sachen Inklusion und brachte behinderte und nicht behinderte Menschen gemeinsam auf die Bühne. Vor zehn Jahren zog sich die Sonderpädagogin aus dem Verein weitgehend zurück und übergab die Aufgabe an ihren Sohn Attila und ihre Schwiegertochter Hana.

"Eigentlich wollten wir den Verein nicht übernehmen. Wir haben uns aber immer mehr mit der Idee angefreundet und wollten das dann wirklich machen", erzählt Attila Zanin. Gemeinsam mit seiner Frau Hana Zanin-Pauknerová gründete er 2010 zudem die "Ich bin O.K. Dance Company", eine Tanzgruppe für Fortgeschrittene, die ihren Sitz in der Innenstadt hat.

Tanz als Leidenschaft und Sprache

Der Tanz gehörte schon immer zu den großen Leidenschaften der mittlerweile 70-jährigen Gründerin. Eine weitere Leidenschaft war ihre Arbeit als Sonderpädagogin. Als solche war es ihre Aufgabe, werdenden Eltern mitzuteilen, dass ihre Kinder mit einer Behinderung auf die Welt kommen werden. "Das war nicht immer leicht, denn die Eltern hatten Ängste, Sorgen und Bedenken", sagt Attila Zanin.

Diesen wollte seine Mutter begegnen, die Sicht darauf verändern und aufklären. Denn Menschen mit Beeinträchtigungen seien etwas Besonderes, die nur eine andere Wahrnehmung hätten. "Oft fehlt Menschen mit Beeinträchtigung die Sprache. Diese wollte meine Mutter ihnen geben, denn Tanz ist auch eine Sprache."

Internationale Auftritte

Im "Ich bin O.K. Tanzstudio" bieten Attila und Hana Zanin zahlreiche Tanzkurse für Menschen mit und ohne Behinderung an. "Wir haben auch einen eigenen Rollstuhl-Kurs", sagt Hana Zanin-Pauknerová. Auch die vielen Auftritte im In- und Ausland werden gemeinsam gemeistert. Einer der Höhepunkte war im Jahr 1985 eine Einladung ins Weiße Haus.

Aber auch auf ein anderes Ereignis sind die Zanins stolz: "Im Jahr 2000 hat sich der damalige Staatsopernballett-Direktor Renato Zanella bei meiner Mutter gemeldet und gefragt, ob sie nicht Interesse daran hätte, mit dem Verein in Kooperation mit dem Staatsopernballett den Opernball zu eröffnen", so Attila Zanin. Auch auf internationale Wettbewerbe fahren die Tänzer. "Wir sind sehr erfolgreich. So haben wir vergangenes Jahr auf dem Inclusive Dance Festival in Moskau zweimal den ersten Platz belegt", ergänzt Hana.

Abwechselnd gibt es jedes Jahr eine Produktion, einmal vom "Ich bin O.K. Tanzstudio", einmal von der "Ich bin O.K. Dance Company" gemeinsam mit Profi-Tänzern. Heuer steht mit dem Tanzstudio ab 12. April das Stück "Flötenzauber" in Anlehnung an Mozarts "Zauberflöte" auf dem Programm. Davor wird aber noch gefeiert.

Zur Sache
Am 30. Jänner wird das Jubiläum mit einer Gala im Theater Akzent (4., Theresianumg. 18) gefeiert. Infos und Karten (ab 20 Euro) unter www.ichbinok.at und www.akzent.at

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