Standortanwalt zu City-Projekten
Im Herzen Wiens verweilen

Der Stephansplatz ist ein beliebter Ort bei Touristen und Wienern. Durch die Sanierung ist er noch attraktiver geworden.
  • Der Stephansplatz ist ein beliebter Ort bei Touristen und Wienern. Durch die Sanierung ist er noch attraktiver geworden.
  • Foto: Georges Schneider
  • hochgeladen von Sophie Brandl

Sanierungen und Umbauten haben einige positive Effekte, die der Wiener Standortanwalt aufzeigt.

INNERE STADT. Obwohl die Wiener Wirtschaftskammer (WKW) lange gegen städtische Verkehrsberuhigungsprojekte war, steht sie diesen nun positiv gegenüber. In allen 23 Bezirken sollen Begegnungszonen entstehen. Möglich soll das mit einer jährlichen "Grätzelmillion" pro Bezirk werden.

"Der Erfolg zeigt sich bereits nach zwei Jahren", erklärt der Wiener Standortanwalt Alexander Biach. Das zeigt er anhand einer Studie, die er in Auftrag gegeben hat.

Zahlen als Beweis

Die Studie fokussierte sich auf die regionalen und volkswirtschaftlichen Effekte der Sanierungsprojekte in der Innenstadt. Im Konkreten ist die Rede von diesen fünf Plätzen: Stephansplatz, Herrengasse, Rotenturmstraße, Schwedenplatz und Michaelerplatz. Die ersten zwei wurden bereits fertiggestellt.

Sanierungen und Umgestaltungen verbindet man im ersten Moment mit hohen Kosten, viel Lärm und Staub. Von den Begegnungszonen profitieren aber nicht nur die Unternehmen und Fußgänger, sondern auch die Stadt. Insgesamt belaufen sich die Baukosten der fünf Plätze auf 35,1 Millionen Euro jährlich. Positiv ist, dass davon bereits 40 Prozent in Form von Steuern und Abgaben an die öffentliche Hand zurückgeflossen sind. Weiters entstehen in Wien 122 neue Arbeitsplätze und damit Gehälter in Höhe von 4,8 Millionen Euro. "Unser Tipp ist es, dass die spürbare Ausweitung der Projekttätigkeit auf alle Wiener Bezirke ausgeweitet werden soll", rät Biach.

Zukunftsmusik

Damit auch weitere Projekte erfolgreich realisiert werden können, rät Biach, Private, Anrainer, Unternehmen und Interessenvertreter in die Projekte einzubeziehen. Ein Beispiel dafür ist die Herrengasse, an deren Umgestaltung von den unterschiedlichsten Seiten mitgewirkt wurde. Möglich wurde dadurch eine Begegnungszone, die sowohl Bewohner und Touristen als auch Unternehmen zugutekommt.

Eine erhöhte Aufenthaltsqualität, neue Sitzgelegenheiten zum Flanieren und gute Verkehrsverbindungen sprechen auch für den Stephansplatz. Biach weist darauf hin, dass in der Innenstadt die Parkplatzfrage immer mehr an Bedeutung verliert. Als Beispiel ist hier abermals der Stephansplatz zu nennen. Er ist der frequenzstärkste U-Bahn-Umsteigepunkt der Bundeshauptstadt.

Im vergangenen Jahr verzeichnete Wien insgesamt 16,5 Millionen Gästenächtigungen – Touristen fühlen sich also sichtlich wohl. Damit das so bleibt, ist die Stadt ständig im Wandel. So wird die Rotenturmstraße zur Flaniermeile mit neuen Lokalen. Bäume, Trinkbrunnen und die gute Erreichbarkeit ermöglichen ein "mediterranes" Stadtbild. Am Schwedenplatz ist eine Freiluftbühne mit 280 Sitzplätzen geplant. Und am Michaelerplatz ist ein Dialog mit den direkten Anrainern bezüglich der Umgestaltung vorgesehen. Inwiefern die weiteren Bezirke Biachs Vorschlägen folgen, ist noch unklar.

Autor:

Sophie Brandl aus Alsergrund

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