Klimaschutzvortrag Innere Stadt
"Können unsere Enkel noch Skifahren?"

In ihrem Vortrag stellte Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb auch ihr neues Buch vor: "+2 Grad" heißt es.
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  • In ihrem Vortrag stellte Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb auch ihr neues Buch vor: "+2 Grad" heißt es.
  • Foto: Mitja Kobal/Greenpeace
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Helga Kromp-Kolb, Doyenne der Klimaforschung, hielt einen Vortrag im Alpenvereinspalais in der Rotenturmstraße.

INNERE STADT. "Es wird immer wärmer auf der Erde. Das ist keine Meinung oder Interpretation, das sind Messdaten", begann Meteorologin und Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb ihren Vortrag im Alpenvereinspalais der Sektion Austria. "Allerdings wollen viele aktuell nicht über die Klimakrise reden, 'lösen wir doch zuerst die Coronakrise!', sagen sie."

Die Wissenschafterin erklärte, dass der geringere Treibhausgasausstoß im Corona-Lockdown die Erderwärmung nur minimal verzögerte, es jetzt aber darauf ankomme, "die Wirtschaft klimafit zu machen", ansonsten könnte die Enkelgeneration Skisport nur noch aus Geschichtsbüchern kennen.
Wesentlich sei, unser Wirtschaftssystem umzubauen, "denn es muss ständig wachsen, um stabil zu sein. Die Wirtschaft soll aber dazu da sein, uns ein gutes Leben zu bieten."

Helga Kromp-Kolb stellte die Gefahren der Erderwärmung im Alpenvereinspalais anschaulich dar.
  • Helga Kromp-Kolb stellte die Gefahren der Erderwärmung im Alpenvereinspalais anschaulich dar.
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"Jetzt ist der ideale Zeitpunkt!"

Wegen der staatlichen Eingriffen infolge der Coronakrise sei für diese Veränderungen nun ein idealer Zeitpunkt. "Wir müssen weg vom Lebensstandard und hin zur Lebensqualität", so Kromp-Kolb, "im Lock-Down haben viele erlebt, was Lebensqualität eigentlich bedeutet: Sie steigt nicht mit dem Einkommen, sondern mit menschlichen Bindungen, Gesundheit und Selbstbestimmung." Klimaschutz, geschickt gemacht, sei ein "Königsweg zur Lebensqualität".

Wie auf der Uni hielt Helga Kromp-Kolb (l.) ihren Vortrag und stellte auch ihr neues Buch vor: "+2 Grad" heißt es.
  • Wie auf der Uni hielt Helga Kromp-Kolb (l.) ihren Vortrag und stellte auch ihr neues Buch vor: "+2 Grad" heißt es.
  • Foto: Alpenverein Austria
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Deshalb sieht die 72-jährige die Coronakrise als Chance, die Klimakrise zu bewältigen: Plus zwei Grad sei die durchschnittliche Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts, "wenn wir sofort alles tun, um den Klimawandel zu stoppen. Das ist bewältigbar. Zu plus fünf Grad kommt es aber, wenn wir nichts tun." Die globalen Konsequenzen seien dann massiv: "Extrem-Wetterereignisse nehmen zu, Wirbelstürme genauso wie Überschwemmungen." Landflächenverluste durch Meeresspiegelanstieg brächten zusammen mit Ernährungskrisen durch Trockenheit Millionen an Klimaflüchtlingen, auch Verteilungskriege seien vorhersehbar.

"Die nächsten Jahre entscheiden"

"Man darf sich aber nicht fürchten, sondern muss sofort anfangen, etwas zu tun: Die nächsten Jahre entscheiden über das Ausmaß der Erwärmung. Es liegt in unserer Hand."

"+2 Grad" heißt Helga Kromp-Kolbs neues Buch.
  • "+2 Grad" heißt Helga Kromp-Kolbs neues Buch.
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Bei ihrem Vortrag im Alpenvereinspalais der Sektion Austria stellte Klimaforscherin auch ihr neues Buch vor, dass sie gemeinsam mit dem Meteorologen Herbert Formayer geschrieben hat: "+2 Grad" heißt es, ist im Molden-Verlag erschienen und kostet 23 Euro.

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