Weltlehrertag am 5. Oktober 2020
Lehrergewerkschafter Paul Kimberger: "Dank und Würdigung den 123.000 Lehrern an Österreichs Schulen"

"Weit über 100 Klassen sind bereits wegen Corona in Quarantäne und im Distance-Leraning zuhause", so der Lehrergewerkschafter im Interview mit RMA-Redakteurin Anna Richter-Trummer: "Mit Stichtag 25. September gab es 10.600 Corona-Verdachtsfälle unter Österreichs Schülern und 1.500 unter Österreichs Lehrern. 900 Schüler sind bereits positiv auf COVID19 getestet, bei den Lehrern sind es 100."
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  • "Weit über 100 Klassen sind bereits wegen Corona in Quarantäne und im Distance-Leraning zuhause", so der Lehrergewerkschafter im Interview mit RMA-Redakteurin Anna Richter-Trummer: "Mit Stichtag 25. September gab es 10.600 Corona-Verdachtsfälle unter Österreichs Schülern und 1.500 unter Österreichs Lehrern. 900 Schüler sind bereits positiv auf COVID19 getestet, bei den Lehrern sind es 100."
  • Foto: Woodapple/Fotolia
  • hochgeladen von Andrea Peetz

Heute am Weltlehrertag, dem 5.10.2020, soll darauf hingewiesen werden, dass alle Lehrerinnen und Lehrer Österreichs ein zentrales Element der Gesellschaft sind. Lehrergewerkschafter Paul Kimberger erinnert, dass die Arbeit seiner Kollegen, gerade jetzt in Zeiten der Corona-Pandemie, zu würdigen und allen Lehrern auch Dank zu erweisen ist.

ÖSTERREICH. In Österreich ist der Schulbetrieb wieder „normal“ angelaufen. Mit Masken, Abstandsregeln, Händewaschen und leichtem "Chaos" bei Verdachtsfällen. Die Schulen sind offen, Kinder werden so gut es geht unterrichtet. Etwa 123.000 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten an den Schulen in Österreich. "Durch ihre tägliche hervorragende Arbeit werden Kinder und Jugendliche auf das spätere Leben bestmöglichst vorbereitet", so oberster Lehrergewerkschafter Paul Kimberger. und weiter: "Die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer zu würdigen und ihnen zu danken, steht im Mittelpunkt des Weltlehrertages, der regelmäßig am 5. Oktober rund um den Globus gefeiert wird."

"Eltern kennen jetzt Herausforderung"

"Eltern haben während der letzten Monate vor Augen geführt bekommen, welche besondere Herausforderung dieser Beruf darstellt", so Kimberger bezüglich der aktuellen Lage in Zeiten der Corona-Pandemi und dem damit verbundenen Distance-Learning und Homeschooling: "Die Lehrerinnen und Lehrer in unserem Land haben sich nicht nur am Weltlehrertag, sondern an allen anderen Tagen auch eine sehr hohe Wertschätzung und Anerkennung für ihre täglichen Leistungen verdient."

Lehrer fordern Charta

Tatsächlich geht die Initiative zur weltweiten Würdigung des Lehrerberufes auf einen Beschluss der UNESCO, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Bildungsinternationale (EI) zurück. Seit 1994 wird der Weltlehrertag jährlich am 5. Oktober begangen - im Gedenken an die "Charta zum Status der Lehrerinnen und Lehrer", die 1964 von der UNESCO und der ILO angenommen wurde. Seit damals heißt das Ziel: qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer für eine qualifizierte Bildung. Die Bildungsinternationale, die weltweit mehr als dreißig Millionen Lehrkräfte vertritt, setzt sich für die weltweite Durchsetzung der "Charta zum Status der Lehrerinnen und Lehrer" ein und fordert eine internationale Anerkennung des Weltlehrertages.

Internationale Hilfe

Anlässlich des Weltlehrertages am 5. Oktober würdigt die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt den engagierten Einsatz von Lehrern und Lehrerinnen in den vielen Bildungseinrichtungen unserer Don Bosco-Projektpartner weltweit. „Es ist enorm, welche Anstrengungen sie auf sich nehmen, um Kinder und Jugendliche trotz Lockdowns zu unterrichten, mit Online-Lernen oder sonstigen kreativen Methoden“, sagt Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt. Ohne all diese Bemühungen drohen Millionen von Kindern völlig den Anschluss zu verlieren.

Lehrer wegen Corona Job verloren

In vielen Ländern Lateinamerikas, Afrikas oder Asiens hat die Corona-Pandemie massive Auswirkungen auf das Bildungswesen. Dort haben viele Lehrkräfte, speziell jene an privaten Schulen, monatelang gar kein Gehalt bekommen oder gleich ihren Job verloren. Die Corona-Pandemie lässt viele Schulen weiter geschlossen bleiben und ohne Schüler gibt es kein Geld.

1,6 Milliarden Schüler Schule wegen Corona geschlossen

Nach Angaben der UNESCO waren bisher 1,6 Milliarden Schüler und 63 Millionen Lehrer von Schulschließungen betroffen. Was rasche, innovative Lösungen für neue Lernumgebungen erforderte. Der von der UNESCO zelebrierte „World Teachers’ Day“ wurde deshalb für 2020 unter das Motto „Teachers: Leading in crisis, reimagining the future“ gestellt. Die Zukunft „neu zu denken“ wird jedoch zum Problem, wenn man selbst in seiner Existenz bedroht ist.

Kinder verschwinden aus Klassenzimmern

„Zu Beginn der Pandemie haben viele Eltern ihre Kinder in Schulen angemeldet und um Aufschub der Schulgebühren gebeten“, berichtet Gabriel Terán, langjähriger Jugend Eine Welt-Projektpartner in Ecuador. Die entstandene Massenarbeitslosigkeit im Land verschärft die Situation: Schulkosten bleiben unbezahlt, Eltern melden ihre Kinder ab. Diese „verschwinden“ so aus den Klassenzimmern – wohin, weiß keiner.

Klarere Regeln bei Verdachtsfällen an Schulen in Planung
Weit über hundert Schulklassen sind bereits in Corona-Quarantäne

Quellen:  Jugend eine Welt

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