Spatenstich
Umbau in der Rotenturmstraße gestartet

Wirtschaftskammer-Präsident Walter Ruck, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Dompfarrer Toni Faber beim Spatenstich (v.l.).
  • Wirtschaftskammer-Präsident Walter Ruck, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Dompfarrer Toni Faber beim Spatenstich (v.l.).
  • Foto: Markus Spitzauer
  • hochgeladen von Maximilian Spitzauer

Die Bauarbeiten für die Begegnungszone Rotenturmstraße wurden – mit Kritik aus dem Bezirk – gestartet. Bezirkschef Markus Figl (ÖVP) ortet einige ungeklärte Fragen.

INNERE STADT. Der Straßenbelag ist schon fast auf der ganzen Rotenturmstraße entfernt. Die stark frequentierte Verkehrsader soll bis November zu einer Begegnungszone werden. Was da natürlich nicht fehlen darf, ist ein ordentlicher Spatenstich. Die scheidende Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) lud vor Kurzem dazu ein – allerdings ohne Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP).

Dieser hatte bereits bei den ersten Gerüchten zur Begegnungszone seine Sorgen geäußert: zum einen aufgrund der mangelnden Einbindung der Bewohner und zum anderen, weil man nicht erhoben hatte, ob eine Begegnungszone tatsächlich die beste Lösung für den Straßenzug ist. Kurz vor dem Spatenstich meldete er sich erneut zu Wort: "Noch-Vizebürgermeisterin Vassilakou versucht, vor ihrem Abgang mit dem Spatenstich der Rotenturmstraße noch husch-pfusch eines ihrer ideologischen Ziele umzusetzen", sagt der Bezirksvorsteher. Zu viele Punkte seien – trotz Spatenstich – immer noch nicht geklärt.

So gebe es immer noch kein Konzept, wie man die wegfallenden Parkplätze ersetzen könnte, auch die Finanzierung des Projekts sei bis dato nicht transparent aufgestellt. "Fakt ist, dass in den aktuell vorliegenden Plänen außer für Ladezwecke und für Taxis kein einziger Stellplatz mehr vorgesehen ist", betont Figl und erklärt weiters: "Es muss eine leistbare Auffanglösung für den Wegfall von mehr als 40 Stellplätzen geben, um den geplanten Verdrängungseffekt zu minimieren." Die Angst ist groß, dass viele Autofahrer in die Seitengassen ausweichen und es dort dann zu Staus und Parkplatznot kommt.

Idylle beim Spatenstich

"Nach dem Stephansplatz und der Herrengasse wird mit der Rotenturmstraße eine traditionsreiche Einkaufsstraße, aber auch ein Tourismus-Hotspot neu gestaltet. Der 1. Bezirk gewinnt damit weiter an Lebensqualität und Freiraum", so Vassilakou bei ihrem letzten offiziellen Spatenstich – allerdings ohne den Bezirksvorsteher. Stattdessen war die stellvertretende Bezirksvorsteherin Mireille Ngosso (SPÖ) vor Ort, die bereits in der Vergangenheit bemerkt hatte, dass der Umbau bei ihr sehr willkommen ist, schließlich hätte dort schon lange etwas passieren müssen.

Somit ist die Umgestaltung für die Oberfläche auf Schiene. Hauseingänge und Geschäfts-portale bleiben während des gesamten Umbaus zugänglich, allerdings auf wesentlich weniger Platz. Die Touristenströme werden im Sommer zur He-rausforderung für die City.

Für den Verkehr wurde bereits im Frühling eine Umleitung eingerichtet, die nach wie vor gilt. Zur Erinnerung: Die Umleitung erfolgt über die Brandstätte, den Bauernmarkt, die Rotgasse, den Fleischmarkt, den Laurenzerberg und den Franz-Josefs-Kai.

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