Vermisster irischer Student vermutlich in den Donaukanal gefallen

Ross Hanlon (21) wird seit dem 19. Jänner 2018 vermisst. Die Polizei geht davon aus, dass er in den Donaukanal gefallen sei.
  • Ross Hanlon (21) wird seit dem 19. Jänner 2018 vermisst. Die Polizei geht davon aus, dass er in den Donaukanal gefallen sei.
  • hochgeladen von Andreas Edler

INNERE STADT. Im Falle des vermissten irischen Studenten Ross Hanlon, der vergangene Woche in der Nacht von Donnerstag auf Freitag spurlos verschwand, gab es am Mittwochvormittag ein Statement seitens der Polizei: Man gehe davon aus, dass der 21-Jährige in den Donaukanal gefallen sei. Derzeit sucht der See- und Stromdienst der Wiener Polizei intensiv nach dem irischen Studenten. Fündig wurde man aber noch  nicht. 

Wie berichtet verließ der aus dem irischen Ort Athboy stammende Tourist am Freitag gegen 2 Uhr früh gemeinsam mit Freunden das "Flex". Als sich die Gruppe auf der Stiege zur Augartenbrücke nach Hanlon umdrehte, war der plötzlich verschwunden. Die Freunde suchten noch nach ihm, konnten sich sein Verschwinden aber nicht mehr erklären. Alkohol sei auch im Spiel gewesen, so die Iren gegenüber der Polizei. 

Crowdfunding "Get Ross home"

Auf Facebook betreibt Ross Hanlons Bruder Craig die Suche intensiv voran. Er und die Freundin des Vermissten sind nach Wien gereist, um persönlich nach dem Studenten zu suchen. Weitere Freunde haben sich ihre Reise nach Wien mittels einer spontanen Crowdfunding-Kampagne "Get Ross home" finanziert – sie sind mittlerweile alle in Wien auf der Suche nach Ross Hanlon. 

Gegenüber "Vice Noisey" gab Craig Hanlon an, dass sein Bruder nicht der Typ sei, der absichtlich verschwinde. Craig beklagte auch, dass die Mühlen der Wiener Exekutive sehr langsam malen würden. Er versuche alles, um seinen Bruder zu finden. Die Polizei nimmt weiterhin Hinweise zum Verbleib von Ross Hanlon entgegen – zum Zeitpunkt des Verschwindens trug der 1,75 Meter große Ire ein schwarzes Hemd und schwarze Jeans. 

2017: 3.500 Personen abgängig

2017 wurden in Wien übrigens 3.500 Personen als abgängig gemeldet. Laut Polizei werden davon 120 Personen weiterhin gesucht. Der Großteil der Vermissten taucht nach 24 Stunden wieder auf. 

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