Vor Künstlerhaus: Radweg statt Fahrspur erregt die Gemüter

Ob das wohl gut geht? Die Fahrspur beim Künstlerhaus könnte bald in eine Radspur umgewandelt werden.
  • Ob das wohl gut geht? Die Fahrspur beim Künstlerhaus könnte bald in eine Radspur umgewandelt werden.
  • Foto: Hörtner
  • hochgeladen von Thomas Netopilik

INNERE STADT. Derzeit wird das 1868 erbaute Künstlerhaus generalsaniert. Bis zur Fertigstellung im September 2018 soll es auch verkehrstechnisch zu einer Änderung kommen. Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) möchte in diesem Bereich den Autos eine Fahrspur wegnehmen und sie den Radfahrern zur Verfügung stellen. "Derzeit werden zwei Varianten geprüft und es ist noch keine Entscheidung gefallen", sagt Vassilakou.

Die Idee stößt bei den Bezirkspolitikern der Inneren Stadt auf großen Widerstand. "Im Juni hat es seitens des Rathauses noch geheißen, dass der Radstreifen lediglich näher an die Straße verlegt wird. Das war auch ein Beschluss der Verkehrskommission", sagt City-Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP). "Dieser neue Vorschlag ist inakzeptabel", so Figl. Überrascht reagiert auch Sebastian Gimbel, der Vorsitzende der Verkehrskommission im Ersten. "Im Büro Vassilakou weiß die rechte Hand nicht, was die linke tut. Ich fordere die Vizebürgermeisterin auf, ihre Idee wieder rückgängig zu machen", sagt Gimbel.

Kosten: 860.000 Euro

Die Verlegung des Radwegs kostet ersten Schätzungen nach rund 860.000 Euro. Darin sind die größeren Umbauarbeiten an der Kreuzung Schwarzenbergplatz noch nicht einberechnet. "Die Zweierlinie ist eine der meistbefahrenen Straßen der Stadt. Bei Ringsperren wird sie als Ausweichroute verwendet", sagt Figl. "Die Verringerung um eine Fahrspur hätte verheerende Auswirkungen", so der Bezirkschef.

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