Eröffnung
Wiens erstes Selfie-Museum

Nils Peper badet gern mit Lollies.
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Das Nofiltermuseum in der Inneren Stadt ist das weltweit erste interaktive Instagram-Museum.

INNERE STADT. Der Selfie-Himmel ist rosarot, himmelblau und alusilber und befindet sich mitten in der Stadt: Die Künstler Petra Scharinger und Nils Peper haben in der Vorlaufstraße 1 das erste Instagram-Museum der Welt eröffnet.

Auf mehr als 500 Quadratmetern ist es mit interaktiven Kulissen, Design-Ecken und sogar einem kunterbunten Bällepool ausgestattet. Alles hat den einzigen Zweck, sich individuell in Szene zu setzen und per Smartphone Selfies und anderen digitalen Content zu kreieren, der dann mit den Freunden auf Instagram, Facebook oder Snapchat geteilt werden kann.

24 Selfie-Rooms

"Man sagt den jungen Menschen nach, dass sie nur mehr ins Handy hineinschauen. Darum wollten wir der Generation 'Smartphone' ein reeles interaktives Erlebnis bieten, das man digital mit Freunden teilen kann", erklärt Gründerin Scharinger. "Im Nofiltermuseum verkaufen wir Spaß."
Die Besucher werden in einer 90-minütigen Tour durch alle Installationen auf drei Geschoßen geführt. Überall funkelt, glitzert und schimmert es in allen Farben des Regenbogens. Die 24 bunt ausgeleuchteten Foto-Sets – sogenannte Selfie-Rooms – laden dabei zum Posen, Boomerangen, Super-Zoomen, Hashtaggen und Posten ein.

Im Nofiltermuseum kann man auch im Bällebad Selfies schießen.
  • Im Nofiltermuseum kann man auch im Bällebad Selfies schießen.
  • hochgeladen von Mathias Kautzky

Fürs Foto setzt sich der 29-jährige Nils Peper in den blauen Bällepool im Untergeschoß: "Der ist nur für Burschen. Den Mädchen gehört der Pool mit den rosaroten Bällen", schmunzelt er, während er mit beiden Händen einen mannshohen Lolli schwenkt.

Wasserfall und Regenwald

Einen Raum weiter kann man sich mit einer interaktiven Licht-Installation austoben. "Man berührt die Symbole an der Wand, dann verändert sich das projizierte Bild", sagt Scharinger. So kann man je nach persönlichen Vorlieben ein Selfie unter einem Wasserfall oder im Regenwald schießen.
In einer knallgelb ausgemalten Ecke sitzt eine Besucherin schon seit einer Viertelstunde auf dem Holzbrett einer Schaukel, die von der Decke hängt: "Ich kann gar nicht genug davon kriegen", lacht sie. Bei so viel Vergnügen kann man fast auf das Selfie-Schießen vergessen.

Auch ein Selfie unter einem Wasserfall ist möglich.
  • Auch ein Selfie unter einem Wasserfall ist möglich.
  • hochgeladen von Mathias Kautzky

"Die Grundidee kam von uns. Wir haben beide einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund und interessieren uns für Architektur", merkt Scharinger an. "Das Konzept haben wir dann mit mehreren Designern umgesetzt." Der Eintritt kostet bis 24. Oktober 15 Euro, ab dann 25 Euro. Wenn es beim Publikum ankommt, können sich die beiden Künstler auch eine Erweiterung in andere Bundesländer vorstellen. "Das würden wir dann natürlich an das Lokalkolorit anpassen, also etwa an Hallstatt oder die Tiroler Berge", ergänzt Peper. Der letzte Selfie-Room ist ganz schwarz, am Boden liegt goldener Flitter. Die beiden Museumsbetreiber werfen ihn fürs Foto hoch in die Luft. "Willkommen im Selfie-Himmel!"

Zur Sache

Das Nofiltermuseum befindet sich in der Vorlaufstraße 1 in der Inneren Stadt.
Geoffnet Montag bis Sonntag von 10 bis 22 Uhr. Am Dienstag hat das Museum geschlossen.
Alle weiteren Infos zum Nofiltermuseum gibt es hier.

Autor:

Mathias Kautzky aus Hietzing

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