"Corona-Bonus" für Pensionisten
Kleine Pensionen werden um 3,5 Prozent erhöht

ÖVP und Grüne  haben sich auf eine Pensionserhöhung geeinigt. Demnach erhalten die Bezieher von Pensionen bis zu 1000 Euro 3,5 Prozent mehr. Das bedeutet, dass die sogenannte Mindestpension, die offiziell Ausgleichszulage heißt, auf 1000 Euro steigt.
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  • ÖVP und Grüne haben sich auf eine Pensionserhöhung geeinigt. Demnach erhalten die Bezieher von Pensionen bis zu 1000 Euro 3,5 Prozent mehr. Das bedeutet, dass die sogenannte Mindestpension, die offiziell Ausgleichszulage heißt, auf 1000 Euro steigt.
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Kleine Renten bis zu 1000 Euro steigen um 3,5 Prozent. Darauf hat sich die türkis-grüne Regierung für das kommende Jahr geeinigt. Die Pensionserhöhung soll gestaffelt weitergehen: So gibt's ab 2.333 Euro Pension einen Fixbetrag in der Höhe von 35 Euro. Am Mittwoch im Ministerrat soll die Pensionserhöhung beschlossen werden. Lob kommt dazu vom Österreichischen Seniorenbund und dem Pensionistenverband.

ÖSTERREICH. Die am Sonntag von der Regierung bekannt gegebene Anpassung macht im Durchschnitt 1,8 Prozent aus. Kleine und mittlere Pensionen werden besonders stark erhöht. Hier wird die Ausgleichszulage auf 1.000 Euro angehoben. Exakt die gesetzlichen 1,5 Prozent Plus gibt es bei einer Pensionshöhe von 2.333 Euro, und zwar mit dem Fixbetrag von 35 Euro. Dieser gilt auch für alle höheren Bezüge.

"Corona-Bonus für Pensionisten"

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nannte es  in einer Presseunterlage eine "Frage der Gerechtigkeit, dass gerade kleine und mittlere Pensionen stärker erhöht werden". Der Tenor lautet: Nachdem man den Corona-Bonus für Familien und Arbeitnehmer ausbezahlt hat, will man nun auch die ältere Generation entlastet. Die Pensionserhöhung sei ein "Corona-Bonus für Pensionisten", denn gerade auch für die ältere Personengruppe sei die aktuelle Pandemie "besonders herausfordernd". Laut Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) solle dies nun eine Entlastung für diejenigen bringen, die von der Senkung der ersten Steuerstufe nicht profitiert haben. Mit der Entlastung schaffe man außerdem wichtige Konjunkturimpulse. Die gesamten Kosten für die Erhöhung werden mit rund einer Milliarde Euro beziffert.

Korosec: „Soziale Absicherung für die ältere Generation“

„Bundeskanzler Sebastian Kurz hat immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Seniorinnen und Senioren gehabt. Die konstruktiven Gespräche sowie der anschließende Verhandlungserfolg sind ein gelebter Beweis für diese besondere Wertschätzung der älteren Generation“, freut sich Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, anlässlich der Festlegung der Pensionserhöhung 2021.

„Besonders in diesen durch die Corona-Pandemie für viele Menschen wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist die Erhöhung der Ausgleichszulage auf 1000 Euro eine wirksame soziale Absicherung und echte Hilfe für jene Menschen, die sie jetzt am Dringendsten benötigen. Auch die besondere Pensionserhöhung für die Bezieherinnen und Bezieher kleiner Pensionen ist für sie eine treffsichere Unterstützung, um die steigenden Lebenskosten abzufedern“, bekräftigt Ingrid Korosec.

Pensionserhöhung stärkt Kaufkraft

Außerdem gibt sie zu bedenken, dass eine Pensionserhöhung immer auch ein Konjunkturpaket darstellt. „Wir wissen, dass vor allem bei kleinen Pensionen jede Erhöhung beinahe zur Gänze in den Konsum fließt. Davon profitieren vor allem auch kleine Dienstleister, beispielsweise Frisöre. Nachdem fast die Hälfte der Kaufkraft in den Händen der Seniorinnen und Senioren liegt, kann man sich den wirtschaftlichen Hebel einer Erhöhung leicht ausrechnen“, so Korosec abschließend.

Lob vom Pensionistenverband

Pensionistenverbands-Präsident Dr. Peter Kostelka:

„Die Pensionsanpassung 2021 steht. Der Pensionistenverband hat sich mit seiner Forderung durchgesetzt, die Ausgleichszulagengrenze ("Mindestpension") auf 1.000 Euro anzuheben. Das ist eine Erhöhung um 3,5 Prozent. Pensionen bis 1.000 Euro werden ebenfalls um 3,5 Prozent erhöht, das hat der Pensionistenverband ebenfalls gefordert und erreicht. Der Pensionistenverband hat als erste Seniorenorganisation für ein stärkeres Plus für Menschen mit kleineren Pensionen gefordert. Diese Gruppe ist von der spürbar höheren Teuerung der Lebenshaltungskosten besonders betroffen. Sie hat außerdem keine Entlastung bei der Steuerreform erhalten. Daher war für uns vom Pensionistenverband klar, dass wir für diese Pensionistinnen und Pensionisten besonders hart verhandeln müssen.“


"Altersarmut vermeiden"

„Es gilt, Altersarmut zu vermeiden und Kaufkraft zu sichern. Ein Kaufkraftverlust der Pensionisten wäre in diesen schwierigen Zeiten eine Katastrophe für die Wirtschaft. Österreich braucht die gesicherte Kaufkraft der Pensionisten, denn das stützt die lokale Wirtschaft und hilft dem Arbeitsmarkt!“, so Kostelka über die Einigung, die am Mittwoch bereits im Ministerrat beschlossen werden soll.

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ÖVP und Grüne  haben sich auf eine Pensionserhöhung geeinigt. Demnach erhalten die Bezieher von Pensionen bis zu 1000 Euro 3,5 Prozent mehr. Das bedeutet, dass die sogenannte Mindestpension, die offiziell Ausgleichszulage heißt, auf 1000 Euro steigt.
Bezieher kleiner Pensionen bekommen im nächsten Jahr mehr als die doppelte Inflationsabgeltung: Bezüge bis 1.000 Euro werden um 3,5 Prozent angehoben.

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