Opposition und WKÖ kritisieren Corona-Maßnahmen
Verschärfung für Gastronomie schwerer Schlag

Auch in der Gastronomie gibt es wieder verschärfte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus.
  • Auch in der Gastronomie gibt es wieder verschärfte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus.
  • Foto: panthermedia/norenko a. v.
  • hochgeladen von Ingo Till

Ab Montag 0 Uhr gelten in ganz Österreich neue Corona-Regeln, etwa eine Maskenpflicht im Wirtshaus und auf Märkten sowie eine Zehn-Personen-Grenze für private Zusammenkünfte im Innenbereich. Von der Opposition hagelt es Kritik für die verschärften Maßnahmen.

ÖSTERREICH. Aus der Wirtschaftskammer hieß es am Donnerstag , die verschärften Maßnahmen bedeuten für die heimische Gastronomie einen weiteren schweren Schlag. Umso wichtiger seien nun weitere Maßnahmen zur Unterstützung der betroffenen Betriebe, so Mario Pulker, Branchensprecher der  Wirtschaftskammer in einer Aussendung. „Wir wissen, dass es Maßnahmen braucht, um die aktuell steigenden Infektionszahlen in den Griff zu bekommen und sind bereit, unseren Beitrag zu leisten. Genauso wichtig ist es aber, die Gastronomie-Betriebe zu stützen und Einnahmeausfälle zu kompensieren, die durch die verschärften Maßnahmen zu erwarten sind".  Die angekündigte Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung um ein Jahr sei ein „Lichtblick" in einer fordernden Zeit.

Einigung zu Fixkostenzuschuss nötig

Um die betroffenen Unternehmerinnen und Unternehmer, von denen viele nach monatelanger Durststrecke gerade erst wieder begonnen haben, ‚durchzuatmen‘, in dieser neuerlichen Ausnahmesituation zu unterstützen, brauche es weitere rasche und unbürokratische Hilfsmaßnahmen, unterstreicht Pulker. Auch eine rasche Einigung beim Fixkostenzuschuss, der momentan seitens der EU blockiert wird, wäre enorm wichtig für Österreichs Gastronomiebetriebe.

Kritik an schwarzen Schafen

Kritik übt Pulker an jenen einzelnen Gastronomiebetrieben, die sich nicht an die Vorgaben gehalten haben: „Nun kommt die gesamte Branche wegen einiger weniger, die unfair agieren, zum Handkuss. Ich appelliere eindringlich an alle Betriebe, sich an die Regeln zu halten und so dazu beizutragen, die Infektionszahlen wieder zu senken.“ 

FPÖ: „Todesstoß“ für Gastronomie

Die FPÖ sieht in den von der Regierung am Donnerstag verkündeten Einschränkungen „für die Gastronomie den Todesstoß". „Mit den heute präsentierten weiteren Verschärfungen der Corona-Maßnahmen stürzt die schwarz-grüne Bundesregierung Österreich ins Unglück", kritisierte FPÖ-Chef Norbert Hofer die Maßnahmen in einer Aussendung. Das von Kanzler Kurz angekündigte Licht am Ende des Tunnels habe sich als entgegenkommender Zug entpuppt.

Kritik an „massiven Versäumnissen" der Regierung beim Corona-Krisenmanagement übt SPÖ-Klubchef Jörg Leichtfried: „Anstatt Österreich auf den schwierigen Herbst und Winter vorzubereiten, hat Kanzler Kurz die Zeit monatelang mit Pressekonferenzen vertan und die Ampel als sinnvolles Instrument zerstört. Die Regierung hat den Vorsprung aus dem Frühling verspielt, die Situation nicht mehr im Griff und Chaos und Verunsicherung produziert, weshalb die schärferen Maßnahmen jetzt notwendig sind", so Leichtfried. Die Maskenpflicht sei viel zu überhastet abgeschafft worden und die Regierung habe versprochene Teststrategien im Tourismus oder im Bildungsbereich nicht umgesetzt. „Mittlerweile hat Italien weniger Neuinfektionen als Österreich“, kritisiert der Klubchef der SPÖ.

Für die NEOS sind die Rechtsgrundlagen für die Beschränkungen von privaten Zusammenkünften „mehr als zweifelhaft". Für NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker warf die Pressekonferenz der Regierung „mehr Fragen als Antworten“ auf. „Wieder stolpert die Regierung von Woche zu Woche von Pressekonferenz zu Pressekonferenz ohne jeden Plan, wie unser Leben langfristig aussehen kann, wenn es auch in einigen Monaten keine Impfung gibt“, so Loacker. „Kein Unternehmen kann so planen, Bürgerinnen und Bürger verlieren jede Orientierung. Eines steht auch fest: Die Ampel ist nun offiziell abgeschafft.“

Regierung beschränkt private Treffen auf zehn Personen

Newsletter Anmeldung!

1 Kommentar

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Riesenrad 1+1 Aktion

Anzeige
8 2

1+1 gratis Ticketaktion für das Wiener Riesenrad

Wann sind Sie das letzte Mal mit dem Wiener Riesenrad gefahren? Wie wäre es mit einer romantischen Riesenradfahrt oder einem Familienausflug? Machen Sie jetzt eine einzigartige Fahrt mit dem Wahrzeichen Wiens! Die bz schenkt Ihnen zu jedem gekauften Riesenrad-Ticket ein weiteres Ticket GRATIS dazu! Einfach online mit dem Rabattcode WRR-BEZIRKSZEITUNG buchen oder beim Kauf an der Riesenrad-Kassa eine Ausgabe der bz vorzeigen. Die Aktion ist gültig bis 31.12.2020

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen