Serviceverschlechterung durch Corona
Wiener Linien: U-Bahnfahrplan heimlich angepasst

Der "Silverpfeil" ist aktuell häufiger im Einsatz
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  • Der "Silverpfeil" ist aktuell häufiger im Einsatz
  • Foto: © 2021 Wiener Linien, Erdbergstraße 202, 1030 Wien; Manfred Helmer
  • hochgeladen von Simon Weber

Seitdem Corona Ausbruch sind die Fahrgastzahlen der Wiener Linien deutlich zurückgegangen, so verzeichnen die Verkehrsbetriebe im Durchschnitt ein Minus von 40 % gegenüber dem Vorjahr. Schlimmer sieht dieser Rückgang nach 20 Uhr aus, hier kommt es aktuell zu einem Rückgang von bis zu 80 % je nach Linie.

Aus diesem Grund wurde im Jänner 2021 der Fahrplan, vor allem bei den Straßenbahnen und Stadtrandbussen, angepasst. Was den wenigsten aufgefallen ist, der Fahrplan der U-Bahnen wurde ebenfalls angepasst. Auf allen Linien wurden die Fahrzeiten verlängert, wobei hier besonders die U1 und die U3 herausstechen.

Auf beiden Linien wurden die Fahrtzeit von Endstation zu Endstation um drei Minuten verlängert. Weiters wurden die Intervalle angepasst, sodass nun die U-Bahnen an einem Werktag seltener einfahren bzw. bereits früher der Abendintervall einsetzt.

Jeder Fahrgast, welcher regelmäßig die U1 oder die U3 verwendet weiß jedoch, dass trotz der Anpassungen, die Fahrzeiten nicht eingehalten werden können. An gewissen Stellen im Netz fahren die Züge in Schrittgeschwindigkeit, sodass die U1 zwischen Hauptbahnhof und Taubstummengasse deutlich über zwei Minuten Fahrzeit benötigen. Bei der Eröffnung der U1-Verlängerung wurden der Bevölkerung versprochen, dass die Züge in 15 Minuten von Oberlaa am Stephansplatz sind. Dieses Versprechen wurde noch vor der Eröffnung gebrochen. Aktuell benötigen die Züge über 17 Minuten Tendenz steigend.

Jedoch nicht nur die U-Bahnen, sondern auch die Straßenbahnen und Busse sind aktuell sehr unzuverlässig unterwegs. Immer mehr Fahrgäste stellen sich daher die Frage, woran das liegt. In der Vergangenheit wurden die Verspätungen oder Verzögerungen immer mit dem hohen Fahrgastaufkommen bzw. mit äußeren Einwirkungen (z. B. Straßenverkehr) argumentiert. Diese äußeren Einflüsse sind aber aktuell deutlich zurückgegangen und trotzdem hat sicher der Service sogar verschlechtert.

Aktuell kommt der Eindruck auf, dass die Wiener Linien den Rotstift bei der Instandhaltung und Wartung angesetzt haben, sodass Langsamfahrstellen nicht behoben werden und statt der neuen Züge weiterhin vermehrt auf die alten Züge gesetzt wird. Die Pandemie wird ein Ende haben und die Menschen werden wieder häufiger das Netz der Wiener Linien nutzen, jedoch kommen Zweifel auf, ob der Zustand des aktuellen Netzes die Fahrgastzahlen vor Corona überhaupt noch aufnehmen kann. Die Teilfertigstellung der U2/U5 wird vielleicht vor 2030 fertiggestellt sein, doch kann diese nur zum Teil zu einer Entlastung der Linie U1/U3 führen.

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