Die wohl berühmteste Torte der Welt

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Dass er mir aber keine Schand’ macht, heut’ Abend!“ – Mit dieser Ermahnung im Jahr 1832 begann die Geschichte der Original Sacher-Torte. Fürst Metternich erwartete hohe Gäste und erteilte seinem Küchenpersonal den Befehl, ein neues Dessert zu kreieren.
Da der Chefkoch verhindert war, fiel dem jungen, im zweiten Lehrjahr stehenden Kocheleven Franz Sacher die heikle Aufgabe zu. Der Rest ist Geschichte...

Originalrezept im Tresor verwahrt

Nur wenige Mitarbeiter des Hauses haben das Originalrezept der Original Sacher-Torte aus dem Jahr 1832, das in einem Tresor verwahrt wird, jemals gesehen.
Alfred Buxbaum, der als Chefkonditor mit seinen rund dreißig Mitarbeitern die Original Sacher-Torte herstellt und auch selbst glasiert, ist einer von ihnen.
Ein wenig plaudert er aus dem Nähkästchen: „Ein wesentliches Geheimnis steckt in den verschiedenen Schokoladen für die Glasur. Die verschiedenen dunklen Schokoladensorten werden speziell für uns produziert und hier nach einem bestimmten Rezept vermengt.“

34 Arbeitsschritte

Aber nicht nur die perfekte Mischung der hochwertigen Zutaten, sondern auch deren richtige Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit und Temperatur in der Backstube, und die exakte Abfolge der 34 Arbeitsschritte bis hin zur Verpackung der Torte in den edlen Holzkistchen, sind für das Gelingen einer Original Sacher-Torte entscheidend.
Die gerührte Masse kommt in speziell dafür angefertigte, ausgebutterte Formen und wird im Ofen gebacken.
Danach wird die Torte durchgeschnitten, mit eigens für das Sacher kreierter Marillenmarmelade gefüllt und aprikotiert. Das Glasieren macht dann der Meisterkonditor wieder selber: „Mein Team und ich glasieren in Spitzenzeiten täglich bis zu 3.000 Torte

360.000 Sachertorten verkauft

Rund 360.000 Stück der köstlichen Nachspeise werden jedes Jahr im In- und Ausland verkauft.
Das Nachbarland Deutschland ist bei der Zahl der versendeten Original Sacher-Torten die unangefochtene Nummer eins, gefolgt von Österreich und den USA.
Vertriebsleiterin Andrea Gelegs erklärt: „Wir müssen dabei sehr aufpassen, in welche Länder wir was exportieren. Denn: die Original Sacher-Torte ist ein reines Naturprodukt. Damit ist es ein Produkt mit begrenzter Haltbarkeit – je nach Größte hält sie zwischen 10 und 20 Tagen.

Viel Liebe zum Detail

Die Original Sacher-Torte wird in 34 Arbeitsschritten – vom Ei aufschlagen bis zum Verpacken – hergestellt, wobei jeder Arbeitsschritt zugleich auch eine Qualitätskontrolle ist.
Verwendet werden österreichische Zutaten wie Teebutter, Kristallzucker, Mehl und Eier aus Boden- und Freilandhaltung. So werden rund 14.000 Eier täglich frisch geliefert, aufgeschlagen und verarbeitet.
Während das Eiweiß maschinell zu Schnee geschlagen wird, ebenso wie die Fettmasse, wird die Vermengung wieder händisch vorgenommen.

Wir verlosen eine Original-Sacher-Torte

Wer das unvergleichliche Flair des Hotel Sacher mit nach Hause nehmen möchte, kann in der Sacher-Confiserie an der Ecke Kärntner Straße/Philharmonikerstraße täglich von 9 bis 23 Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen, die Produkte erwerben. Die meisten davon können auch bequem über den Sacher Online-Shop bestellt werden.
Oder: Machen Sie bis 8. April hier mit beim bz-Gewinnspiel!

Wussten Sie, dass…

• die größte je hergestellte Original Sacher-Torte über zweieinhalb Meter Durchmesser hatte? Sie wurde 1999 anlässlich des Internationalen Wirtschaftsforums in Wien produziert. Als bisher größte Original Sacher-Torte der Welt wurde sie ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen.

• die höchste Original Sacher-Torte eine zwölfstöckige Sacher-Hochzeitstorte war? Sie wurde für die Hochzeit zwischen Kaiserenkel Karl Habsburg und seiner Braut Francesca hergestellt.

• im Jahr 2009 ein Kunde ins Geschäft kam und 1.000 Stück Original Sacher-Torten sofort mitnehmen wollte? Nun, 500 Stück konnte er sofort mitnehmen, 500 weitere bereits am Nachmittag abholen. Das war die größte „Sofort-Bestellung“ bisher.

• die Original Sacher-Torte 2005 mit dem Tourismuspreis der Wiener Wirtschaft ausgezeichnet wurde und sich hier mit Preisträgern wie den Wiener Philharmonikern oder den Wiener Sängerknaben in bester Gesellschaft befindet?

Link:
Alle Beiträge der Serie 52 Dinge, die man in Wien erleben muss

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