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ÖPG Pfandsystemgesellschaft Abl: Offener Brief an WKO-Präsident Mahrer zum Thema Einweg-Pfand

Schilloch, wöchentliche Vermüllung bei clean ups
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Wien (OTS) - Der Geschäftsführer der ÖPG Pfandsystemgesellschaft Christian Abl hat diese Woche einen offenen Brief an den Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich Harald Mahrer gerichtet. Darin fordert er mehr Transparenz in der WKO-Kommunikation in Bezug auf ein Einweg-Pfand auf Getränkeflaschen. Der offene Brief des ÖPG-Geschäftsführers im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Präsident!

Die ÖPG Pfandsystemgesellschaft m.b.H ist noch sehr jung, dennoch konnten wir in den letzten Wochen und Monaten erfolgreich zahlreiche Unternehmen und Institutionen ansprechen, um den Austausch zum Thema Einweg-Pfand auf Getränkeverpackungen in Österreich auf sachlicher Ebene zu intensivieren. Den Gipfel unserer Diskussions- und Kommunikationskampagne bildete bis dato der ÖPG-Pfandkongress am 23. Juni 2020, bei dem weit mehr als hundert österreichische Vertreter von Unternehmen unterschiedlicher Größe, Behörden und anderen Institutionen internationale Vorträge hörten und den Runden Tisch mit Repräsentanten österreichischer Leitbetriebe und namhaften Persönlichkeiten aktiv mitverfolgten. Viele Unternehmen, die unser Informationsangebot nutzen, haben Produkte, die Teil eines künftigen Pfandsystems wären. Sie sprechen sich ​aber nicht gegen, sondern für ein modernes Pfandsystem​ für Einweg-Getränkeverpackungen aus. Die meisten sehen ein Pfandsystem ähnlich wie die kürzlich präsentierte Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt: ​Es ist die umweltfreundlichste und wirtschaftlichste Variante, um die EU-Ziele und eigene ökologische Recycling-Ziele zu erreichen​.

All diese Unternehmen sind auch Mitglieder der Wirtschaftskammer!

Wir wurden informiert, dass innerhalb der WKO eine sehr einseitig besetzte Arbeitsgruppe gebildet wurde, die in den kommenden Tagen beginnen soll, eine Alternative zu einem Pfandsystem auszuarbeiten. Als WKO-Mitglied fordern wir ​mehr Transparenz in der Kommunikation und die Chance auf Mitwirkung!​ Warum treibt die WKO eine einseitige Kampagne gegen Pfand – vermeintlich im Namen aller Mitglieder – voran? Die österreichische Wirtschaft ist nicht geschlossen gegen Pfand auf Einweg-Getränkeverpackungen! Viele Unternehmen sind entschieden dafür.

Wir fordern Sie höflich, aber auch deutlich auf, den Auftrag der WKO zum Interessenausgleich unter Einbindung aller Mitglieder und spartenübergreifend sicherzustellen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Abl
Geschäftsführer ÖPG Pfandsystemgesellschaft

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