Equal Pension Day
Riesige Pensionsschere zwischen Frauen und Männern

Der Equal Pension Day fällt in Österreich 2019 auf den 29. Juli.

Am 29. Juli ist in Österreich der Equal Pension Day. An diesem Tag haben Männer in Österreich schon so viel Pension erhalten, wie Frauen sie bis Jahresende bekommen werden. 

ÖSTERREICH. Nicht nur weniger Gehalt, auch weitaus weniger Pension bekommen Frauen in Österreich im Vergleich zu den Männern. Der Equal Pension Day findet in diesem Jahr am 29. Juli statt - immerhin einen Tag später als im Vorjahr. Mit diesem Tag haben Männer schon die Gesamtjahrespension von Frauen erhalten. 

Teilzeitbeschäftigung ein Grund

Die Gründe liegen aber nicht nur in der meist ungleichmäßigen Bezahlung von Frauen und Männern bei gleicher Arbeit. Ein großer Grund ist die hohe Teilzeitbeschäftigung. In Österreich gehen 47,7 Prozent der erwerbstätigen Frauen einer Teilzeitarbeit nach. Frauen passen ihr Erwerbsleben auch meist dem Familienleben an oder sind aufgrund der fehlenden Rahmenbedingungen dazu gezwungen. Auch die fehlenden Aufstiegschancen und längere Erwerbsunterbrechungen sind Folgen, die sich bei der Pensionsauszahlung negativ auswirken. 

"Der Equal Pension Day erinnert uns daran, dass sich die fehlende Geschlechtergerechtigkeit im Berufsleben und die gesellschaftliche Rollenzuschreibung im Alter fortsetze."
- Klaudia Frieben, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings

Politik ist gefordert

Seitens des Österreichischen Frauenrings betont man auch, dass besonders die Pensionsreform 2003 die Situation verschärft hat. "Die Auswirkungen werden erst jetzt spürbar und bedeuten einen weiteren Schritt in die Altersarmut. Hier braucht es dringend eine Gesetzesänderung zu Gunsten von Frauen unter Berücksichtigung ihrer Erwerbsbiographien", fordert Frieben.

Ausgedehntes Pensionssplitting und Mindeslohn

"Die Ursachen für die Schlechterstellung von Frauen sind vielfältig, daher brauchen wir auch vielfältige Lösungsansätze", meint ÖVP-Frauenchefin Juliane Bogner-Strauß und plädiert für ein automatisches statt einem freiwilligen Pensionssplitting und eine Ausdehnung vom siebten bis zum zehnten Lebensjahr eines Kindes. SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek meint, dass bei den Ursachen angesetzt werden muss. "Wir müssen endlich die Lohnschere schließen", fordert Heinisch-Hosek und setzt sich unter anderem ein Mindeslohn von 1.700 Euro steuerfrei und eine bessere Anrechnung von Kinderbetreuung und Pflege ein.

Mehr zum Thema: 
>> Equal Pension Day in Kärnten
>> Equal Pension Day in Tirol

Autor:

Kerstin Wutti aus Wieden

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