15.11.2016, 10:23 Uhr

Des gibt's jo ned...

Wien: Wien | Auf dem Weg in die Bude , kurz vor 6 Uhr in der Früh.
Es ist wenig los, zumindest an Werktagen.
Alle die arbeiten gehen dürfen, wissen aus eigener Erfahrung, dass in der Früh die Zeit schnell vergeht. Jede Minute ist kostbar. Vor allem wenn man auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen ist.
Meistens ist es schön warm in der Tramway.
In der kalten Jahreszeit sind die Sitze mit Heizung sehr beliebt wenn man eine alte Garnitur erwischt.

Womit ich schon bei der Sache bin.
Erwischt.
Früh, Zeit vergeht schnell, jede Minute kostbar.

Ich habe mir angewöhnt, „zeitig“ das Haus zu verlassen, um pünktlich in der Bude zu sein. Ohne Kaffee und einer Morgentschick fange ich nicht zu arbeiten an.
Da ich an Werktagen gerne oberirdisch fahre, ist es die Tramway.
Am Wochenende und an Feiertagen ist es die U Bahn, denn da gibt es immer etwas zu sehen.

Pünktlich um 5.52 Uhr fährt die Tramway in die Station.
Ich steige ein, es ist warm und ich bekomme einen beheizten Sitzplatz.
Alles wie vor einer, zwei, drei Wochen.
Auch die Fahrgäste sind wie vor einer, zwei, drei Wochen.
Jeder sitzt auf „seinem“ Platz.
Fehlt mal ein Fahrgast, macht man sich Sorgen.

Die Türen schließen.
Eine Tür öffnet und schließt, öffnet und schließt.
Nach Fünf Mal Auf-Zu kommt der Fahrer.
Hinter mir höre ich, wie ein Fahrgast nervös auf seinem Sitz hin und her tut.
Vor mir sehe ich wie ein Fahrgast nervös auf sein Handy schaut und den Kopf schüttelt.

„Des gibt’s jo ned“, höre ich eine Stimme von hinten.
„Des gibt’s jo ned, na, des gibt’s jo ned, immer bei mir…“
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