23.10.2017, 17:20 Uhr

Exclusiv-Sozial-Reportage - = : Armes I-Dötzchen sollte in Geldern (Kreis Kleve) am Niederrhein in Deutschland reichem Platz machen und ausgegrenzt werden...

armes I-Dötzchen sollte  in Geldern (Kreis Kleve) am Niederrhein in Deutschland reichem Platz machen und ausgegrenzt werden...
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( exklusive Sozial-Reportage)
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Die 6jährige Marina freute sich auf die Einschulung, die nach den Kindergartenjahren unmittelbar bevor stand.

Schule - das bedeutete für die kleine Marina, deren Eltern arm waren und infolge der Krankheit der berufsunfähigen Mutter staatliche Unterstützung bzw. Aufstockung bekamen, die das aber  ihrer Tochter und den anderen Geschwistern nie spüren ließen, einige Zentimeter sich größer, selbstsicherer und auch "stolzer" zu fühlen.

Sie würde ein Schulkind sein - und kein Kindergartenkind mehr!

Wie hatte Marina, als sie noch im gerade für immer hinter sich gelassenen Kindergarten war, ständig die anderen Kinder heimlich bewundert, die mit ihren bunten und schönen Tornistern lustig und fidel in der gegenüberliegenden Grundschule Tag für Tag in Bussen, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder von Vater oder Mutter im Auto auf der anderen Straßenseite des Kindergartens "angetanzt" kamen und auf den Schulhof stürmten, es offenbar gar nicht abwarten konnten, bis die Schulglocke läutete…

Und wenn die Schule aus war, stürmten sie ausgelassen auf den Schulhof - hin zu den wartenden Müttern, Tanten oder Verwandten, Vätern, die am Rande standen, um sie abzuholen.

Sehnsüchtig hatte Marina immer im Kindergarten draußen auf dem Spielplatz am Zaun gestanden und diese Schulkinder neidvoll beobachtet, sich gewünscht, selber bald ein Schulkind zu sein und das alles auch so zu erleben.

Und erst die Einschulung!

Marina hatte es einige Kindergartenjahre miterlebt, wie die "I-Dötzchen" mit ihren bunten, großen oder kleinen gefüllten Schultüten stolz auf dem Schulhof sich alle trafen und den jeweiligen Klassen zugeteilt wurden.

Bei zwei ihrer Schwestern hatte Marina das sogar hautnah und live miterlebt.

Und jetzt war sie selber an der Reihe!

Ganz klar, daß sie dem Augenblick ihrer Einschulung freudig-erregt, aber auch etwas unruhig entgegen fieberte.

Der Vater hatte vor fast 20 Jahren selber eine imposante Schultüte für die Einschulung ihres ältesten Bruders gebastelt, die fast größer war als er selber!

Und diese Schultüte war praktisch immer wieder auf das nächste Kind bei dessen Einschuldung "vererbt" worden.

Zwei Brüder und zwei Schwestern waren bereits in den Genuß dieser "Riesentüte" gekommen.

Jetzt war also Marina dran!

Und darauf freute sie sich noch zusätzlich ganz besonders - speziell auf den Inhalt, der die ganze Spannung noch erhöhte…

Am Tage vor der Einschulung hatte die  Lehrerin, deren Klasse Marina bereits Wochen vorher zugeordnet worden war (Marina war in der "Mäuseklasse" angemeldet worden), alle "I-Dötzchen-Eltern" von 19 bis 21 Uhr zum Kennenlernen in die Klasse eingeladen, damit sie sich auch beschnuppern, klönen und austauschen konnten.

Tags darauf sollte dann  die eigentliche Einschulfeier sein. 

Marinas Eltern waren auch zu dem Treffen gegangen, wie sie es all die Jahre zuvor auch bei den anderen 2 Brüdern und 3 Schwestern getan hatten. 

Nach dem Treffen  unterhielt sich Marinas Vater noch mit einem Bekannten auf dem Schulflur vor dem MäuseKlassenzimmer, als die meisten Besucher schon wieder heimgegangen waren.

Fünf Leute waren noch da.

Eine andere Mutter trat auf Marinas Mutter, die sich noch im Klassenraum befand, zu und sagte zu ihr:

"Können wir mit unseren Kindern nicht die Klassen tauschen? Ihre Tochter könnte in die Klasse meines Kindes gehen und meins dann in ihrer…! Bei Ihnen ist das ja egal - wir aber (die sich wohl als "höhere gesellschaftliche Kaste" dünkten und von der ArmutsSituation der Marina-Familie bestens orientiert waren) kennen uns lange und würden unsere Kinder gerne in eine Klasse gemeinsam haben...!"

Marinas Mutter war geschockt, verärgert, fühlte sich beleidigt und beeinträchtigt.

Sie lehnte das Ansinnen der "feinen Dame" sofort ab, obwohl diese es nervend immer wieder neu versuchte:

"Aber wir kennen uns und wollen alle unsere Kinder in einer Klasse haben... Stellen Sie sich doch nicht so an…!"

Das Kind dieser Dame sollte bei der Konrektorin in die Klasse.

Als Marinas Mutter immer wieder neu  einen Klassentausch ablehnte und die Nervensäge merkte, daß ihr nicht beizukommen war, wurde sie garstig und beleidigend:

"Dann nicht, meine Liebe - aber wir kennen Sie und Ihre Familie ja alle bestens und wissen, was sie bekommen… Sie sind nicht nur hier unwillkommen und in der Klasse eine unbequeme Familie... Ihre Tochter ist in der besagten Klasse auch nicht willkommen, um das mal ganz klar hier zu sagen..."

Marinas Mutter wurde blaß, kochte innerlich, hatte genug,  ließ die Frau einfach stehen, beschwerte sich beim Rektor, der sie zu beschwichtigen und zu beruhigen versuchte…

Marinas Vater erfuhr erst viel später von der Sache.

Seine Frau hatte ihn  ganz bewußt nicht hineingezogen, da sie ihn kannte und seine heftige Reaktion darauf verhindern wollte.

Jene Frau, die das alles mobbistisch verzapfte, war auch noch in leitender Stellung in einer Behinderteneinrichtung sozialpädagogisch tätig, während ihr Mann Beamter beim Jugendamt und für die Kindergärten zuständig war…

Ihr Kind sollte deshalb in Marinas Klasse und mit dieser tauschen, weil dort das Kind eines noch "höheren Beamten" zugeordnet war, beide Familien sich lange kannten und auch gar nicht weit voneinander wohnten.

Offenbar wurde letztlich doch noch das Ziel (mit welchen Mitteln auch immer...) erreicht, denn bei der offiziellen Einschulung tags darauf  stellte Manuelas Mutter verblüfft fest, daß das Kind der "eingebildeten Nervensäge" trotzdem in Marinas Klasse landete und drei Bänke hinter dieser Platz nahm...  

(der Sozialreporter)
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