29.08.2016, 14:27 Uhr

Die Urania Sternwarte.....

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Wien: Urania | Die Wiener Urania Sternwarte wurde als Volkssternwarte gemeinsam mit dem Volksbildungsinstitut Urania in den Jahren 1909 bis 1910 erbaut und ist damit die älteste Volkssternwarte Österreichs. Der 36 Meter hohe Sternwarteturm dominiert das Erscheinungsbild der Urania. Unter der drehbaren Kuppel befindet sich in 27 Meter Höhe eine zwölfseitige „Laterne“, die eine Aussicht über die Stadt Wien ermöglicht.

Die Sternwarte wurde drei Wochen vor der offiziellen Eröffnung der Urania am 20. Mai 1910 in Betrieb genommen. Diese Eile war erforderlich, um den Vorbeiflug des Halleyschen Kometen beobachten zu können, der zu dieser Zeit seine größte Helligkeit erreichte. Das Hauptinstrument der Sternwarte war ein Refraktor von Carl Zeiss mit 20 cm Öffnung und 307,7 cm Brennweite. Zusammen mit der parallaktischen Montierung hatte das Instrument eine Masse von 5,3 Tonnen. Vor allem für die Volksbildung gab es drei weitere Teleskope („Kometensucher“) mit 8,6 und 6 cm Öffnung sowie ein Aussichtsfernrohr von 11 cm Öffnung. Für wissenschaftliche Zwecke existierte ein Passageninstrument von 5 cm Öffnung. Da der Besucherandrang sehr groß war, beschaffte die Urania zusätzlich ein Plössl'sches Fernrohr von 13 cm Öffnung, das zuvor der Universitätssternwarte gehört hatte.[1]:56 ff.

Die Leitung der Sternwarte wechselte teils krankheitsbedingt und teils kriegsbedingt in rascher Folge. Erster Leiter war Heinrich Jaschke (1910–1912), gefolgt von Gideon Riegler (1912–1914) und Johann Paul Haustein (1914–1915). Erst Oswald Thomas (1915–1922) war es vergönnt, die Urania-Sternwarte über einen längeren Zeitraum zu leiten; er bemühte sich erfolgreich um die Popularisierung der Himmelskunde.

Im November 1944 wurden die Sternwarte und der in ihr befindliche Zeiss-Refraktor fast vollständig zerstört. 1956 wurden von der Stadt Wien die zwölffenstrige Laterne und die Kuppel neu errichtet. Für die Kuppel der Urania wurde – erstmals in Europa – Aluminium verwendet. Als Fernrohr wurde ein Cassegrain-Spiegelteleskop mit 26 cm Öffnung und 528 cm Brennweite beschafft. Am 27. März 1956 wurde die Sternwarte unter Führung der Astronomin Maria Wähnl feierlich neu eröffnet.

Im Jahr 1971 übernahm der bisherige Leiter des Planetariums, Hermann Mucke, auch die Leitung der Urania-Sternwarte. 1980 wurde von ihm ein speziell für astronomische Bildungsaufgaben konzipiertes Doppelfernrohr in der Hauptkuppel in Betrieb genommen. Es besteht aus einem Refraktor mit 15 cm Öffnung und 3000 mm Brennweite, und einem Cassegrain-Reflektor mit einem Hauptspiegel von 30 cm Durchmesser und 5350 mm Brennweite, die von einer gemeinsamen Montierung getragen werden.[4] Das Teleskop war von Rudolf Pressberger, damals Technischer Leiter der Leopold-Figl-Observatoriums am Schöpfl, gebaut worden. Es wiegt rund zwei Tonnen und hatte ca. 400.000 Schilling gekostet. Die erste Führung fand am 1. Februar 1980 statt.

Im Zuge der Generalrenovierung der Wiener Urania von 2000 bis 2003 wurde auch die Sternwarte baulich vollständig erneuert. Anstelle des alten Meridianhauses wurde zusätzlich eine neue Kuppel errichtet. Schließlich konnte sie den Betrieb im Jahr 2005 mit einem umfangreichen Programmangebot, zahlreichen astronomischen Vorträgen, Sonnenbeobachtungen und aktuellen Sonderveranstaltungen wieder aufnehmen. Quelle wikipedia
Liebe Grüße Kurt
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Klaus Egger aus Kufstein | 29.08.2016 | 14:46   Melden
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Birgit Winkler aus Krems | 29.08.2016 | 14:52   Melden
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Kurt Dvoran aus Schwechat | 29.08.2016 | 14:55   Melden
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Ferdinand Reindl aus Braunau | 29.08.2016 | 15:22   Melden
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