29.11.2016, 10:00 Uhr

Die wahren Helden des Advents

Die Arbeiten erfordern viel Körpereinsatz.

Die roten Kugeln in der Rotenturmstraße sind Kult. Doch dahinter stehen nächtliche Arbeit und viel Einsatz.

INNERE STADT. Seit fünf Jahren betreut die Firma Eqos die roten Kugeln in der Rotenturmstraße. Sie schmücken die Verbindung zwischen Schwedenplatz und Stephansplatz. Der Aufbau dauert insgesamt vier Tage, von 21. bis 24. November. Die Elektriker sind während dieser Zeit täglich von 20 bis 4 Uhr mit dem Zusammensetzen und dem Aufhängen der leuchtenden Schmuckstücke beschäftigt.

Mit Klettergurt und Helm ausgerüstet, wird die Arbeit in etwa 10 Meter Höhe verrichtet. "Unglaublich viele Leute schauen beim Aufbau der Kugeln zu. Manchmal müssen wir die Leute auch weiter schicken, da es sonst gefährlich für sie werden könnte", meint Projektleiter Christian Gritsch. Drei Fahrzeuge sind beim Aufbau im Einsatz. Zwei davon sind mit Hebebühnen ausgestattet. Bei orangem Lichtspiel, den roten Kugeln und Menschen, die über dem Boden schweben, erinnern die Passanten an das Märchen Hans Guck-in-die-Luft.

Schwerstarbeit in der Nacht

Die Kugeln sind in ihrer Ursprungsform geviertelt. Zusammengesetzt bringen sie stolze 240 Kilogramm auf die Waage und haben einen Durchmesser von vier Metern. Der erste Schritt beim Zusammenbau ist die Verbindung zwischen den Vierteln. Stahlbolzen halten die Kugelteile beisammen. Die sieben Männer und ihre Kollegin arbeiten wie eine gut geölte Maschine. Jeder Handgriff sitzt und es tauchen kaum Probleme auf. Einige Passanten lassen es sich allerdings nicht nehmen, die Kugeln zu berühren. Die Phrase "Bitte nicht berühren" fällt weit öfter, als man anfangs erwartet hat.

Alles unfallfrei

Projektleiter Christian Gritsch überwacht den Aufbau. "Mein persönlicher Höhepunkt ist nicht die festliche Eröffnung, sondern wenn wir fertig montiert haben und ich weiß, dass niemandem etwas passiert ist", meint Gritsch. Er betreut mit seinem Team auch andere Prachtstraßen in Wien. Seine liebste ist die Rotenturmstraße, am zweiten Platz steht das Palaisviertel, für das er ebenfalls verantwortlich ist.
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