12.10.2014, 13:31 Uhr

Fehlender Brandschutz: Club soll zusperren

"Ein mulmiges Gefühl bei dem Gedanken, dass hunderte junge Menschen hier feiern", hat Alexander Hirschenhauser.

Die Bezirksvertretung wünscht eine vorübergehende Schließung des Clubs Elysium, weil kein Brandschutzkonzept vorliege.

INNERE STADT. Schöne Keller sind das Markenzeichen des Clubs Elysium in der Schönlaterngasse. Die romanischen Gemäuer datieren ins 13. Jahrhundert, andere Teile, etwa der "Barockkeller", stammen aus dem 16. Jahrhundert. Der Kellerkomplex ist Teil des Heiligenkreuzerhofs, das Stift Heiligenkreuz ist somit auch der Vermieter.
Ein tolles Ambiente tief unter der Erde, beunruhigend scheint in diesem Zusammenhang allerdings die Aussage des grünen Klubobmanns der Inneren Stadt, Alexander Hirschenhauser, der sagt, dass das vorgeschriebene Brandschutzkonzept noch nicht umgesetzt sei.

Schließung beschlossen
Auf Antrag der Grünen hat die Bezirksvertretung daher beschlossen, die Behörden um vorübergehende Schließung des Betriebs zu ersuchen. In der Begründung erklärt die grüne Bezirksrätin Evelyn Blau, dass das Brandschutzkonzept im Jahr 2012 während laufenden Betriebs eingereicht und noch nicht genehmigt wurde. Sie befürchtet, dass im Falle eines Unfalls viele Menschen zu Schaden kommen würden. Derzeit würden Brandalarme nicht ernst genommen, weil es immer wieder zu Fehlern komme.

Keine Stellungnahmen
Der Betreiber des Clubs, Oliver Riebenbauer, war für eine Stellungnahme zu den Vorwürfen nicht zu erreichen. Wann und unter welchen Umständen der Antrag umgesetzt wird, obliegt dem Magistratischen Bezirks-amt, das sich zu laufenden Verfahren nicht äußert.
Hofmeister Arnold Link informiert indes darüber, dass das Stift Heiligenkreuz dem Mieter bereits im Juni wegen ausstehender Zahlungen gekündigt habe, das Verfahren laufe.
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