12.06.2018, 15:07 Uhr

Gegen illegalen Verkauf: Aktion scharf am Donaukanal

(Foto: Horst Lassnig/Magistratsdirektion)

Zum Relaxen eignet sich der Donaukanal bestens. Das wissen auch illegale Getränkeverkäufer.

INNERE STADT. Sonne, Hitze und Live-Konzerte sorgen am Donaukanal nicht nur für Partystimmung, sondern auch für Durst – der wiederum schnell illegale Getränkeverkäufer anzieht.  In einer "Aktion scharf" des Büros für Sofortmaßnahmen kontrollierte man gemeinsam mit dem Markt- und Gewerbeamt die Einhaltung der rechtlichen Auflagen und Bestimmungen. Dabei wurden insgesamt sieben Verkäufer von Getränkedosen erwischt, die nun mit empfindlichen Verwaltungsstrafen rechnen müssen.

"Wir sind bei unserer Schwerpunktaktion nach der sogenannten Hausiererverordnung vorgegangen. Dabei wurden wir nicht nur von Polizisten in Zivil, sondern auch von der MA 36 unterstützt, die die Einhaltung des Veranstaltungsgesetzes kontrolliert hat", erklärt der Leiter des Büros für Sofortmaßnahmen, Walter Hillerer. Auslöser der Schwerpunktaktion waren Lärmbeschwerden während des Musikfestivals Donaukanaltreiben. "Ab 23 Uhr herrscht Nachtruhe. Außerdem darf ein gewisser Lärmpegel nicht überschritten werden", erläutert Hillerer.

Illegaler Dosen-Verkauf am Kanal

Bei den Kontrollen habe man bemerkt, dass die illegal verkauften Getränkedosen immer eisgekühlt waren: "Da musste also irgendwo ein Kühl-Lkw warten. So sind wir den Lieferanten der Dosenverkäufer einfach nachgegangen, bis sie uns zu den Lkw geführt haben", erklärt Hillerer. Die Getränkedosen seien mit Trolleys palettenweise zu den Verkäufern geliefert worden. Das Ziel sei stets, an die Hintermänner heranzukommen. Das Problem gibt es aber nicht nur am Donaukanal, sondern immer öfter auch an anderen Hotspots der Stadt: "Wir wollen auch etwa im MuseumsQuartier ständig präsent sein", bemerkt Hillerer.

Bezirkschef Figl: Kein Kavaliersdelikt! 

Peter Dobcak, Gastro-Obmann in der Wirtschaftskammer: "Im Gegensatz zu unseren Gastronomen halten sich die illegalen Händler weder an Gewerbe- noch an Hygienevorschriften. Die verkaufen die Dosen um zwei Euro, beteiligen sich aber nicht mit Steuern an den Entsorgungs-kosten." Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) sagt: „Der illegale Verkauf von Bierdosen ist kein Kavaliersdelikt. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit mit dem Magistrat in dieser Angelegenheit.“  Der Student Lukas Bening sieht das Problem gelassen: "Im Sommer sind wir fast jeden Abend hier und chillen am Ufer. Uns ist es egal, wer das Bier verkauft. Hauptsache, es ist eiskalt!"
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