07.12.2011, 00:00 Uhr

„Ich bin der Letzte meiner Art“

Leopold Hödl ist der einzige Fleischer in Wien, der selber schlachtet

20 Schweine, drei Stiere und drei Kälber: Was bei Leopold Hödl pro Woche über den Ladentisch wandert, kennt der Liesinger sehr genau. Denn dem Vieh aus der Buckligen Welt und dem Tullnerfeld hat er höchstpersönlich das Leben genommen.
Er ist der einzige Fleischhauer in Wien, der die Schlachtungen noch selbst durchführt – bei dem Großvieh mit einem Bolzen, bei den Schweinen mit einem Stromstoß.

Das 300 Quadratmeter große Geschäft in der Breitenfurter Straße 294 hat der 55-Jährige 1990 von seinen Eltern übernommen: „Ich bin Fleischhauer mit Leib und Seele. Davon gibt es heute nicht mehr viele“, so Hödl. Die veterinärmedizinischen
Bestimmungen hätten den Kollegen das Schlachten vergällt, er lasse sich aber davon nicht abhalten. „Ich möchte das Fleisch genau kennen, daher muss ich auch den Bauern kennen.“ Nachwuchsprobleme kennt das Geschäft auch nicht. Sein Sohn Christoph (30) ist auch mit Leidenschaft bei der Sache.
Infos: www.hoedl-fleisch.at
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