06.10.2014, 15:49 Uhr

EU-Tag gegen Menschenhandel - Treffpunkt 18. Oktober Michaelerplatz

Wann? 18.10.2014 10:00 Uhr bis 18.10.2014 18:00 Uhr

Wo? Michaelerplatz, Michaelerplatz, 1010 Wien AT
Wien: Michaelerplatz |

Menschenhandel geht jeden etwas an!

Die schlechte Nachricht:

Eigentlich ist jeder von uns in irgendeiner Art und Weise in das Netz des Menschenhandels verknüpft. Sie sagen jetzt NEIN, - ja dann gehören sie zu den wenigen Menschen in unserem Land, die z. B. nie Schokolade (auch in Eis, Kuchen und Backwaren, etc.) essen oder ein Handy (Stichwort: seltene Erden) verwenden. Und sie haben noch nie günstiges Obst oder Gemüse aus Spanien gekauft.

Die gute Nachricht:

Sie und wir alle können etwas dagegen tun. Zumindest uns informieren und andere auf dieses Verbrechen aufmerksam machen.
Eine gute Gelegenheit dazu bieten wieder der 18. Oktober, das ist der EU-Tag gegen Menschenhandel. Die Initiative WARE-MENSCH wird in Wien am Michaelerplatz wieder einen Infostand haben und dort gibt es jede Menge an Infomaterial. Natürlich können sie dort auch mit Proponenten verschiedener, sich beteiligender Gruppen über das Thema ins Gespräch kommen und Fragen stellen. Denn Menschenhandel ist nicht nur Prostitution, und neben Frauen und Kindern ist die Zahl der Männer zunehmend. Österreich hier keine Insel der Seligen, sondern durch seine zentrale Lage in Mitteleuropa als Durchgangs- und Zielland betroffen.
Dabei reichen die Geschäfte bis hin zu Arbeitsplätzen in Gewerbe und Industrie. Kinder werden zum Betteln gezwungen, müssen schwere und nicht selten gesundheitsgefährdende Arbeit verrichten, oder werden als Kindersoldaten verheizt. Frauen und Kinder werden in die Prostitution gezwungen oder als Hausangestellte ausgebeutet. Männer zum Stehlen oder Schmuggeln von Waren angehalten. Konkrete Zahlen gibt es keine, die internationale Organisation für Integration schätzt jedoch allein in Wien die Zahl der Opfer auf 7.000 pro Jahr. Menschenhandel ist eines der lukrativsten Geschäfte, denn weltweit verdienen Menschenhändler geschätzte 35 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Wer hier nur an Prostitution denkt, liegt ziemlich falsch. Es ist Sklaverei in moderner Form.
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