14.10.2014, 00:00 Uhr

Neues Gutachten lässt Dachausbau wackeln

Bewohner Winfried Freund im Dachstuhl der Schwertgasse: Er ist gegen die Ausbaupläne.
INNERE STADT. Neue Hoffnung für die Bewohner des denkmalgeschützten Barockhauses in der Schwertgasse 3. Ein Gutachten des Bundesdenkmalamtes (BDA) wirft Zweifel auf, ob ein geplantes Bauprojekt am Haus möglich ist. Hausbesitzer Rudolf Humer möchte unter anderem eine Dachgeschosswohnung errichten. Das wird von den Bewohnern abgelehnt.

„Das Bundesdemkmalamt sieht starke Probleme durch die Hanglage des Hauses,“ erzählt Bewohner Winfried Freund der BZ. „Deshalb können die geplanten Maßnahmen meiner Meinung nach nicht umgesetzt werden. Das sieht scheinbar selbst die ÖVP so, die bislang voll hinter dem Projekt stand. SPÖ und ÖVP sind im Bauausschuss schon dagegen. Es scheint möglich, eine Mehrheit gegen das Projekt zu kriegen.“ BDA-Präsidentin Barbara Neubauer will das so allerdings nicht bestätigen und Eigentümer und Architekten zum Gespräch laden.

Noch keine Entscheidung
„Wir haben das Gutachten noch nicht gesehen,“ so ÖVP Bezirksrat Markus Figl. Deshalb können wir auch noch keine Stellungnahme abgeben. Wir nehmen die Ängste der Bewohner aber sehr ernst und wollen keine leichtfertige Entscheidung treffen.“ Grundsätzlich sieht Figl Reformbedarf: „Derzeit hat der Bauausschuss die Rolle einer Verwaltungsbehörde. Er sollte ein politisches Organ werden.“
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