27.01.2018, 14:16 Uhr

Wieder zogen rund 2000 Kundgebungsteilnehmer durch Wien um gegen den Akademikerball der FPÖ zu demonstrieren

Wien: Ringstraße |

Am Nachmittag versammelte sich schon hunderte Demonstranten in der Brigittenau um zwei Stunden später mit der zweiten Kundgebung bei der Hauptuni zusammenzutreffen

Nach 18:00 Uhr zogen dann zwischen 2000 und 4000 Teilnehmer zunächst über die Ringstraße und dann die „zweier Linie“ weiter bis zum Girardipark nahe dem Karlsplatz. Dort hatte die Feuerwehr schon am Nachmittag Gegenstände gesichert, welche als Gefahr galten, am Ring wurde ein Kiosk gesichert, der ein defektes Schloss hatte und auch sonst räumten Feuerwehr und Polizei Baustellen auf, damit nichts als Wurfgeschoß oder Barrikade verwendet werden konnte.

Man lernte wohl von vorangegangene Demos, wo Bauzäune und Bretter und vieles mehr als Barrikade verwendet wurde oder auch als Wurfgeschoß. Doch die Maßnahmen waren letzten Endes gar nicht nötig, denn man zog friedlich durch die Stadt, machte nur lautstark seinem Unmut über die Regierung und den Burschenschafterball kund.

Auch der Rückweg zum Burgtheater war ähnlich geartet, erst lange nach Ende der Kundgebung in der Löwelstraße kam es wieder mal zu kurzen Blockadeaktionen am Renner Ring, wo man Taxis mit vermeintlichen Ballbesuchern zu stoppen versuchte.
Die unterband die Polizei recht schnell und zeigte die Rädelsführer nach einer Identitäs-feststellung auf freien Fuß an. Damit war eigentlich Ruhe in der Stadt, sodass gegen 22:15 Uhr auch alle Sperren bis auf die Sperrzone Hofburg geöffnet wurden!

Aus den befürchteten Ausschreitungen wurde glücklicherweise nichts, sodass sich sogar die Einsatzkräfte aus den Bundesländern teilweise schon kurz nach dem Einsatz auf den Heimweg machten.
Einige hatten es besonders weit, denn diesmal waren Polizistinnen & Polizisten aus Vorarlberg (Brgenz), Kärnten, Steiermark, Niederösterreich, Burgenland und vor allem aus Oberösterreich – Großteils aus Linz im Einsatz.

Die Wiener Polizei setzte die Einsatzeinheit, die Ordnungsdienstliche Einheit, die WEGA und die Verkehrsabteilung ein, sowie Bezirkskräfte aus der Inneren Stadt, den Großteil jedoch bewältigten die Kollegen aus Linz (Einsatzeinheit Oberösterreich – Linz & „Sektor Linz“ – „die Linzer WEGA“).

Gegen 23:00 Uhr war völlige Ruhe in der City eingekehrt, die Öffis fuhren wieder relativ regelmäßig und nur ein kleines Kontingent der Wiener Einsatzeinheit blieb rund um die Hofburg in Bereitschaft.

Die Kundgebungsteilnehmer waren teilweise friedlich feiernd durch die Stadt unterwegs, waren doch auch wieder viele aus den Bundesländern bei uns Wien zu Gast, nützten so die Wiener Gastronomie um den Abend ausklingen zu lassen.

E. Weber

Fotos: E. Weber (c) SGB Media 2018
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