Stein
Lebenslange Partnerschaft fürs Wohnen

In der Küche eignet sich Stein als Schneidefläche ideal.
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  • In der Küche eignet sich Stein als Schneidefläche ideal.
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Stein als Baumaterial bietet viele Vorteile: Langlebigkeit und Verlässlichkeit sind nur zwei von diesen. Egal, welche Art verwendet wird.

Das Baumaterial Stein wertet durch seine lange Lebensdauer nicht nur Ihr Eigenheim auf. Auch durch seine bauphysikalischen Eigenschaften hat er besonders viele Vorteile im Vergleich zu synthetischen Produkten, die am Markt erhältlich sind, aber beileibe nicht so eine lange Lebensdauer aufweisen. So ist Naturstein etwa vor allem ein ausgezeichneter Wärmespeicher und -leiter für Fußböden im Eigenheim. Vor allem in den kalten Monaten des Jahres wird dies schnell ersichtlich. Für den Bereich außerhalb der eigenen vier Wände gilt das Gleiche: Denn auch als Poolumrandung oder auf der Terrasse und am Balkon überzeugt Stein als unverwüstliches Material, das auch nach Jahrzehnten noch erfrischend auf den Betrachter wirkt. Ein weiterer Vorteil: Naturstein ist durchgefärbt, das heißt, dass ausgeschlagene Stellen unsichtbar bleiben.
Im Innenbereich findet sich Stein in immer mehr Räumlichkeiten, wo man früher meist auf andere Materialien wie Holz setzte. Ein Raum dabei ist die Küche: Dort erlebt Stein in den letzten Jahren einen regelrechten Boom, der auch medial immer mehr zum Tragen kommt, wie Zusehern von Koch-Shows im TV sicher schon ins Auge gestochen ist: Die vielen Fernsehköche haben es in ihren Sendungen nämlich vorgemacht und bereiten Speisen nur mehr auf einer Naturstein-, Quarzkomposit- oder Keramik-Arbeitsplatte zu. Sicherheit und eine verlässliche Arbeitsweise sind hier garantiert.

Unterschiede

Apropos Material. Die Frage nach selbigem stellt sich natürlich immer, wenn man beschließt, auf Stein zu setzen. Welches Material hat denn nun aber welche Eigenschaft und wo ist es meist in Verwendung?

Naturstein-Granit: In der Küche finden hauptsächlich Granit-Arbeitsplatten Anwendung. Das hat historische Wurzeln, denn bereits im Mittelalter wurden Küchenarbeitsplatten aus dem unverwüstlichen Material gefertigt. Noch heute sind sie in Burgen und Schlössern in der Küche zu finden. Grund für die hohe Widerstandsfähigkeit? Die hohe Dichte von Granit! Diese erlaubt jahrelanges Arbeiten wie Schneiden, Backen und Zubereiten auf der Arbeitsplatte, wobei der Arbeitsuntergrund dabei keinen Schaden nehmen wird. Ganz egal, welche Lebensmittel man verwendet: Öle, Fette und Säuren dringen nicht in den Stein ein und können einfach abgewischt werden. Die Materialstärke liegt bei zwei Zentimetern, wobei früher Küchenarbeitsplatten hauptsächlich mit drei und vier Zentimetern verbaut waren. Auch die Vielfalt an verschiedenen Oberflächen besticht hier ganz besonders: von der leicht zu reinigenden polierten Oberfläche über die satinierte Oberfläche bis zu geflammten und gebürsteten Oberflächen. Längst findet sich Stein auch beim Waschbecken. Zu empfehlen ist, dort ein richtiges Gesamtensemble zu schaffen: Wenn man noch einen strukturierten Naturstein wählt und auch eine Rückwand und die Küchenfront aus Stein fertigen lässt und sich die Struktur verlaufend über alle Ebenen zieht, ergibt dies ein monumentales Erscheinungsbild. 

Quarzkomposit: Bei dieser Gesteinsform wird Steinmehl mit Harz gebunden. Dann härtet es aus. Diese künstlich erzeugte Arbeitsplatte ermöglicht eine breite Palette an Farben und Mustern. Allerdings ist das Material nicht frei von Nachteilen: Das Harz verbrennt ab ca. 200 Grad Celsius, das heißt, die Pfanne von der Herdplatte einfach runterziehen geht nicht, da hässliche Brandflecken entstehen können, die kaum wegzubekommen sind.

Keramik: ein richtiger Trendsetter! Keramik ist quasi unverwüstlich, in vielen avantgardistischen Designs zu haben und hat den Vorteil einer glatten bis strukturierten Oberfläche und minimaler Stärke der Arbeitsplatte. Acht bis zwölf Millimeter sind üblich und reichen, um jeder Küche ein puristisches Erscheinungsbild zu verleihen. Achtung bei der Anschaffung: Laut aktuellem Stand sind diese Keramik-Materialien im Vergleich zu Naturstein im Durchschnitt um 30 Prozent teurer. Hersteller haben den Trend inzwischen längst erkannt, und man kann als Kunde davon ausgehen, dass in den kommenden Jahren der Preis sinken und die Vielfalt weiter steigen wird. Die Konkurrenzsituation trägt zu dieser Entwicklung sicher bei. Nachteil bei Keramik: die hohe Eigenspannung des Materials. Bei Belastung kann das Material springen. Die Schäden an den Kanten sind dann meist nicht mehr zu reparieren. Also: Vorsichtig damit umgehen.

Expertentipp Reinigung
Steinboden auf der Terrasse ist empfindlich! Bei der Reinigung des Bodens ist es daher besser, auf Hochdruckreiniger zu verzichten, denn der hohe Druck des Reinigungsstrahls kann die feine Oberflächenstruktur nachhaltig beschädigen! Dann wird der Boden in Zukunft immer leichter verschmutzt werden. Daher Hochdruckreiniger nur bei Hartgestein wie Granit, Gneis oder Quarzit verwenden. Verwendet sollte das Gerät außerdem nur im Randbereich werden, wo man mit der Bürstenmaschine nicht hinkommt.

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